Nebelmaschinen erzeugen spezielle Effekte

Film, Fernsehen, aber auch die Partyszene verwendet spezielle Geräte, um mit ihnen einen künstlichen Nebel zu erzeugen. Ein Nebelfluid wird in einem Nebler verdampft und erzeugt so eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Vor allem in den kühleren Jahreszeiten entsteht in der Natur häufig Nebel. Die sehr kleinen und feinen Tröpfchen üben auf den Menschen eine ganz besondere Faszination aus und so wurde die erste Maschine entwickelt, die in der Lage ist, künstlichen Nebel entstehen zu lassen. Heute finden die Nebler in den unterschiedlichsten Bereichen Anwendung. Die Filmindustrie, aber auch die Bühne und das Fernsehen wissen die Effekte, die mit einer solchen Maschine erzeugt werden können, zu nutzen und so eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Ein weiteres Einsatzfeld findet sich in der Partyszene und in zahlreichen Diskotheken. Mit der Hilfe des künstlich erzeugten Nebels ist es möglich, die räumliche Wirkung von Lasern oder auch von Scheinwerfern zu erhöhen. In den technischen Bereichen wird der Nebel eingesetzt, um damit Luft- oder Gasströmungen sichtbar machen zu können oder um Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen. Selbst die Feuerwehr nutzt diese Geräte, um mit ihrer Hilfe die Sichtbehinderung durch Rauch während eines Lösch- und Rettungseinsatzes zu simulieren und das damit verbundene Vorgehen zu üben.

Seit vielen Jahrhunderten ist der Mensch in der Lage, unter Zuhilfenahme von einer Hitzequelle und Wasser oder durch die Verwendung entsprechender Öle Nebel und Rauch zu erzeugen. Vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis etwa zur Mitte der 1980er-Jahre wurden Öle oder Paraffin erhitzt, um so Nebel erzeugen zu können. Allerdings ist diese Vorgehensweise gesundheitsschädlich und der Nebel ist brennbar. Daher ist dies heute nicht mehr zulässig. Eine weitere Möglichkeit, künstlichen Nebel zu erzeugen, ist die Verwendung von Trockeneis. Das -78,5 °C kalte Material wird aber seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts immer seltener verwendet. Die ersten Geräte, die ein sogenanntes Nebelfluid verwenden, wie es heute ausschließlich zum Einsatz kommt, wurden im Jahr 1973 entwickelt. Günther Schaidt gilt als Entwickler der für das Nebelfluid geeigneten Maschinen. Das Nebelfluid besteht aus einem Gemisch aus hochreinen Glykolen und bidestilliertem Wasser. Dieses Gemisch wird mit einer Kolbenpumpe auf ein zuvor erhitztes Heizelement gepresst und dadurch verdampft. Der so entstehende Dampf kondensiert und tritt als sichtbarer Nebel als Aerosol aus einer Düse aus.

Nebler finden sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich verbreitet Anwendung. Bereits ab einem Kostenaufwand von ca. 40 Euro sind kleine Geräte bis 1.000 Watt, die Nebel erzeugen können, im Handel erhältlich. Professionelle Bodennebelmaschinen bringen nicht nur mehr Ausstattung und eine entsprechend höhere Leistungsfähigkeit mit sich. So unterscheidet sich unter anderem die Ausstoßweite oftmals erheblich und Weiten von 6 Metern sind nicht unüblich. Allerdings sind die professionellen Geräte auch preislich deutlich höher angesiedelt und es muss mit Anschaffungskosten gerechnet werden, die schnell die 200-Euro-Grenze überschreitet. Benötigt man mehr als 1.000 Watt Leistung, schnellen auch die Anschaffungskosten in die Höhe. Schnell fallen mehr als 1.000 Euro an. Allerdings finden diese Geräte nur im professionellen Umfeld Anwendung. Hinzu kommen die Kosten für das benötigte Nebelfluid. Herstellerabhängig können die Gebindepreise für einen Liter Nebelfluid zwischen 2,80 und ca. 8 Euro betragen. Als Gebindegröße bietet der Handel Mengen ab einem Liter an.

nebelmaschinen - © nikkytok - Fotolia.com

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