Ölbilder malen als Freizeitbeschäftigung – Tipps und Tricks

Das Malen mit Ölfarben ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Auch heute werden schöne Ölbilder geschaffen, von professionellen Künstlern und Hobbymalern.

Ölbilder üben eine besondere Faszination auf ihren Betrachter aus. Das liegt an den Möglichkeiten, die die Ölmalerei bietet. Es ist eine vielseitige Kunst und umfasst mehrere Genres, von der Porträtmalerei bis zum Landschaftsbild oder Stilleben. Die Farben für die Ölbilder werden aus Pflanzenölen, z. B. von Walnuß, Leinsamen, Mohn oder auch Sonnenblumen hergestellt. Die zur Pigmentbildung nötigen Öle werden aus diesen Pflanzensamen herausgepresst. In Renaissancebildern konnte Walnußöl nachgewiesen werden, dass besonders helle Farben hervorbringt. Die heutigen Ölfarben enthalten auch Harze und Terpentin. Es gibt sie in Tuben als Künstler- und Studien-Ölfarben. Künstler-Ölfarben haben die bessere Qualität, da sie bessere Pigmente und mehr Ölanteile enthalten. Sie sind entsprechend teurer.

Für die Hobbymalerei sind vielleicht am Anfang die Studien-Ölfarben ausreichend. Ist man sehr weit fortgeschritten, denkt schon daran, seine Ölbilder auszustellen oder zu verkaufen, wird man mehr investieren. Das gilt auch für die Qualität der Bildträger. Malt man anfangs noch auf Malkartons und Sperrholzplatten, die mit Leinen- oder Baumwollgewebe bezogen werden, nimmt man später Mahagoni- oder Eichenholztafeln mit besonders fein gesponnenem Leinen. Je feiner die Leinwand, um so wirkungsvoller das darauf gemalte Ölbild. Alle Details treten so besonders deutlich hervor. Die Oberfläche des Bildträgers muss vor dem Malen geleimt und versiegelt werden, damit Öl nicht in Holz und Leinwand eindringen kann. Dann wird eine weiße oder getönte Grundierung aufgetragen. Für das Leimen nimmt man Hasenhautleim, für die Grundierung braucht man Schlämmkreide oder Gips.

Besonders wichtig, um ein gutes Ölbild zu malen, sind die Pinsel. Man benötigt steife Borstenpinsel aus Schweineborsten und weiche Haarpinsel aus Marderhaar oder synthetischen Materialien. Aus Tradition sind diese Pinsel sehr langstielig. Sie sind so besonders gut zu handhaben. Um diese Pinsel wieder zu reinigen, braucht man Terpentin oder Terpentinersatz. Weiteres Arbeitsmaterial sind Paletten zum Mischen der Farben, Palettmesser und Malspachtel. Um ein fertiges Ölbild zu schützen, gibt man Firnis auf das Bild. Firnisse werden aus Harzen hergestellt, z.B. Ketonharz-Firnis. Am Anfang sind die Ausgaben hoch, aber die Freude am Malen zählt mehr und der Stolz, selbst Kunst geschaffen zu haben. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Malen ihres ersten Ölbildes!

ölbilder malen - © Tanigo - Fotolia.com

ölbilder malen - © Tanigo - Fotolia.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>