Die Kündigungsfristen von Mietwohnung sind gesetzlich festgelegt

Wer aus seiner Mietwohnung ausziehen möchte, der tut gut daran, sich an die vorgegebenen, gesetzlichen Kündigungsfristen für Mietwohnungen zu halten.

Allerdings ist diese Umsetzung der gesetzlichen Kündigungsfristen für Mietwohnungen nicht immer einhaltbar. Ein Umzug aus beruflichen Gründen, oder ein Wohnortwechsel aus Altersgründen sollte so schnell wie möglich realisiert werden können. Dazu möchte man natürlich auch so schnell wie es geht aus seinem bestehenden Mietvertrag aussteigen, um nicht im schlimmsten Fall eine doppelte Miete zahlen zu müssen. Doch das vorzeitige Beenden von offiziell festgelegten, und meist befristeten Mietverträgen ist nicht einfach und viele Betroffene fragen sich, wie sie die langen Kündigungsfristen der Mietwohnung umgehen können.

Nachmieter stellen

Für Mieter ab Herbst 2001 gilt eine reformierte gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Ältere Mietverträge beinhalten allerdings noch die alten und langen Kündigungsfristen für Mietwohnungen. Somit profitieren nur einige von dieser Mietrechtsreform aus 2001, solange der Mietvertrag nicht angepasst wurde. Eine Möglichkeit für viele Mieter besteht darin, einen Nachmieter zu stellen. Dies ist eine Diskussionsgrundlage mit dem Vermieter, da dieser nicht an einem Mietausfall interessiert ist, wenn er auf eine verkürzte Kündigungsfrist eingehen sollte. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Vermieter mit einem gestellten Nachmieter einverstanden ist. Das alte Märchen, das auf jeden Fall drei Nachmieter präsentiert werden müssen, ist leider nicht wahr, dennoch weit in der Mieterbevölkerung verbreitet. Entspricht der erste vorgestellte Nachmieter den Vorstellungen des Vermieters, kann die Kündigungsfrist der Mietwohnung durchaus vorgezogen werden und die Suche nach Nachmietern hat sich schlagartig erledigt. Leider ist dies selten der Fall.

Die Sonderkündigung

Stellt sich der Vermieter im Bezug auf die Kündigungsfrist der Mietwohnung quer, bleiben dem Mieter noch weitere Lösungswege. Eine Alternative stellt die Sonderkündigung dar, die aus Gründen der Mieterhöhung oder Ankündigung von Modernisierungen vorgenommen werden kann. Passt ein Vermieter die Miete an den ortsüblichen Mietspiegel an, erhält der Mieter automatisch eine Überlegungsfrist, die bis Ende des übernächsten Monats nach Ankündigung der Mieterhöhung läuft. Genauso verhält es sich bei Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahmen, mit denen ein Mieter nicht einverstanden sein muss, da sie in der Regel auch eine Mieterhöhung nach sich ziehen werden.

Im Todesfall eines Mieters können die Mitmieter oder die Hinterbliebenen auch mit besonderen Kündigungsfristen für die Mietwohnung kündigen. Diese Frist beträgt nach neuen Normen ebenso drei Monate.

kündigungsfristen mietwohnung - © Harald07 - Fotolia.com

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