Woher bekommt man polnische Pflegekräfte?

Um polnische Pflegekräfte zu beschäftigen, kann man sich an verschiedene Agenturen wenden, die ihre Dienste neuerdings auch über das Internet anbieten.

Wenn man polnische Pflegekräfte beschäftigen möchte, dann entsteht meistens auch die Frage nach den dazugehörigen Rechtsgrundlagen. Nach Paragraph 21 der Beschäftigungsordnung für ausländische Arbeitnehmer gelten für Haushaltshilfen und Pflegekräfte aus Polen oder Pflegepersonal aus anderen Ländern ganz besondere Richtlinien. Sie dürfen mit maximal drei Jahren deutlich länger als in anderen Branchen beschäftigt werden.

Danach ist eine Rückkehr ins Heimatland für den gleichen Zeitraum nötig. Deshalb haben die Agenturen, die Pflegekräfte aus Polen vermitteln, auch einen großen Bestand an Fachpersonal, auf das sie zurückgreifen können. Für die Vermittlung wird in der Regel eine pauschale Gebühr erhoben, die pro Kalenderjahr gezahlt werden muss, in dem man polnische Pflegekräfte beschäftigt.

Doch worauf sollte man achten, wenn man Pflegekräfte aus Polen zur Unterstützung holt? Grundsätzlich sollte man auf einer geeigneten Ausbildung bestehen. Das kann vom Altenpfleger bis zur Krankenschwester alles sein. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Sprachkenntnisse. Davon sollte man sich im Zweifelsfalle selbst in einem längeren Telefonat überzeugen, ehe man eine polnische Pflegekraft ins Land holt.

Auch vor dem Angeben dieser Aufwendungen in der Steuererklärung sollte man sich vergewissern, dass die Pflegekräfte aus Polen im eigenen Land auch wirklich legal arbeiten. Wer das genauer wissen will, sollte sich über die Erlaubnis E 101 informieren. Wie man Pflegepersonal mit dieser Erlaubnis absetzen kann, ist in den Paragraphen 33 bis 35 des deutschen Steuergesetzes geregelt.

Viele polnische Pflegekräfte kommen auf der Grundlage des Entsendungsgesetzes nach Deutschland. Das bedeutet im Klartext, dass sie bei einem polnischen Unternehmen angestellt sind, das dem Kunden die Pflegeleistungen dann in Rechnung stellt. So braucht man sich als Pflegebedürftiger auch keine Gedanken um Lohnabrechnung oder Abführung von Steuern und Sozialabgaben zu machen. Die ehemals durch deutsche Behörden geforderte Voranstellungszeit in dem Unternehmen vor der Entsendung wurde durch den Europäischen Gerichtshof aufgehoben, sodass jetzt auch neu angestellte Pflegekräfte die Chance haben, in Deutschland arbeiten zu können.

polnische pflegekräfte - © gilles lougassi - Fotolia.com

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