Dachsanierung sind Dachbeschichtungen eine Alternative?

Auf Homepages, in Verzeichnissen oder Foren, überall findet man Informationen über die Dachbeschichtung. Einige sagen Dachbeschichtungen seien gefährlich, andere behaupten das Gegenteil. Warum?

Grundsätzlich ist es doch so, die Dachbeschichtung hat sich nicht im Dachdeckerhandwerk entwickelt, sondern beruht auf einer Idee von Farbherstellern. Ausgehend von der Tatsache, dass die Industrie schon vor gut fünfunddreißig Jahren dazu übergegangen ist, ihre Dachsteine mit einer werksseitigen Oberflächenbeschichtung zu versehen, waren die Folgen eigentlich vorhersehbar. Da wo Farbe drauf ist, kann sie auch wieder abwittern. Farben machen das nun einmal so. Und bewitterter Beton hat eine ziemlich raue Oberfläche, die Flechten Moos und Algen förmlich dazu einlädt, sich hier festzusetzen und zu wachsen. Das sieht nun einmal nicht wirklich schön aus.


Und nach Auffassung von Farbenherstellern muss da wo vorher Farbe war anschließend auch wieder Farbe hin, zumal die Haltbarkeit von Dachsteinen 80 Jahre und länger betragen kann. So wurden Dachbeschichtungen geboren. Eine logische Folge. Auch eine logische Folge, unter einer Dachsanierung versteht jeder Dachdecker die Reparatur oder eine Neudeckung des Daches. Den Umgang mit Beschichtungsstoffen und Farben hat er nicht gelernt. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Dachdecker seinen Meisterbrief macht nur um hinterher mit ein paar Kannen Farbe über das Dach zu laufen. Kein Wunder also, dass Dachbeschichtungen nicht in das Berufsbild passen und somit abgelehnt wurden. Das ist wie mit dem Bauer, was der nicht kennt… So geht es eigentlich bis heute.


Anfänglich mögen die Farbhersteller vielleicht ernüchtert gewesen sein. Vermutlich aber nicht lange, denn von Verbrauchern kam eigentlich eine sehr große Resonanz. Dachbeschichtungen wurden stark nachgefragt. Und wo erst einmal eine gewisse Nachfrage vorherrscht, finden sich auch immer Anbieter. So konnte bis heute die Dachbeschichtung bis heute immerhin einen Marktanteil von geschätzten 10% erobern. Nicht am Gesamtmarkt der Dachsanierung, sondern nur bezogen auf Dachsteine. Wenn ein Dach keine gravierenden Mängel aufweist und die Dachisolierung auf einem ausreichenden Stand ist oder nachträglich eingebaut werden kann, scheint eine nachträgliche Dachbeschichtung eine durchaus akzeptable Möglichkeit, zumal der Preisabstand im Vergleich zu einer Neudeckung des Daches schon enorm ist.


Für den Verbraucher ist aber besonders wichtig, dass er sich seinen Fachbetrieb gut aussucht. Anders als bei Malern oder Dachdeckern die anerkannte Handwerke sind, gibt es für Dachbeschichtungen kein Ausbildungsverzeichnis. Sie sind kein Lehrberuf. Wenn ein Dachdecker sie in seinem Angebot führt, ist es gut, bei einem Maler auch. Ansonsten muss der Verbraucher einfach darauf achten, dass der Anbieter schon einige Jahre auf dem Markt ist und auch gute Referenzen vorweisen kann. Diese sollten auch immer persönlich überprüft werden.

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