Von zugefallenen Türen und verlorenen Schlüsseln
Schlüsselnotfalldienste, Helden der Nacht mehr

Danach ist eine Rückkehr ins Heimatland für den gleichen Zeitraum nötig. Deshalb haben die Agenturen, die Pflegekräfte aus Polen vermitteln, auch einen großen Bestand an Fachpersonal, auf das sie zurückgreifen können. Für die Vermittlung wird in der Regel eine pauschale Gebühr erhoben, die pro Kalenderjahr gezahlt werden muss, in dem man polnische Pflegekräfte beschäftigt.
Doch worauf sollte man achten, wenn man Pflegekräfte aus Polen zur Unterstützung holt? Grundsätzlich sollte man auf einer geeigneten Ausbildung bestehen. Das kann vom Altenpfleger bis zur Krankenschwester alles sein. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Sprachkenntnisse. Davon sollte man sich im Zweifelsfalle selbst in einem längeren Telefonat überzeugen, ehe man eine polnische Pflegekraft ins Land holt.
Auch vor dem Angeben dieser Aufwendungen in der Steuererklärung sollte man sich vergewissern, dass die Pflegekräfte aus Polen im eigenen Land auch wirklich legal arbeiten. Wer das genauer wissen will, sollte sich über die Erlaubnis E 101 informieren. Wie man Pflegepersonal mit dieser Erlaubnis absetzen kann, ist in den Paragraphen 33 bis 35 des deutschen Steuergesetzes geregelt.
Viele polnische Pflegekräfte kommen auf der Grundlage des Entsendungsgesetzes nach Deutschland. Das bedeutet im Klartext, dass sie bei einem polnischen Unternehmen angestellt sind, das dem Kunden die Pflegeleistungen dann in Rechnung stellt. So braucht man sich als Pflegebedürftiger auch keine Gedanken um Lohnabrechnung oder Abführung von Steuern und Sozialabgaben zu machen. Die ehemals durch deutsche Behörden geforderte Voranstellungszeit in dem Unternehmen vor der Entsendung wurde durch den Europäischen Gerichtshof aufgehoben, sodass jetzt auch neu angestellte Pflegekräfte die Chance haben, in Deutschland arbeiten zu können.
Wie verhält es sich mit dem Entsendegesetz seit dem 1. Mai, seit sich alle Menschen in Europa den Arbeitsplatz selber suchen dürfen und unbeschränkt bleiben dürfen?
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Kommentare
Peter Montag [Gast]
Zunächst herzlichen Dank an Eric Jäger für seinen gelungenen Beitrag. In der Tat ist die Beschaffung einer polnischen Pflegekraft eine Angelegenheit, die durchaus mit Fallstricken versehen sein kann – wenn man sich über die Rechtsgrundlagen nicht im klaren ist.
Als wir selbst eine polnische Pflegekraft für einen Angehörigen brauchten, haben wir uns zunächst gründlich informiert und sind auf unterschiedliche Vermittlungsmodelle gestoßen. So ist es bei einigen Agenturen sogar Praxis, selbständige Pflegekräfte zu vermitteln – was uns wegen der Gefahr der Scheinselbständigkeit von vornerein problematisch vorkam.
Unseren Anbieter haben wir schließlich in der Pflegeagentur24 gefunden. Was uns hier gefiel, war die profesionelle Betreuung durch ein nettes, engagiertes Team. Als erstes haben wir einen Ratgeber an die Hand bekommen, worin alles worauf zu achten ist (Verträge, Papiere etc.), im Detail erörtert wurde. Das war uns schon eine große Hilfe und hat uns ein sicheres Gefühl gegeben, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Leider ist dieser Ratgeber online unter www.pflegeagentur24.de bisher nicht zu finden. Doch hoffen wir sehr, dass er dort eines Tages allen interessierten zur Verfügung steht.
Kalle [Gast]
Nur eins wurde vergessen.Die Pflegekräfte aus Polen dürfen garnicht Pflegen.Sie dürfen nur Haushaltsnahe und ab diesem Jahr auch leichte Pflegerische tätigkeiten übernehmen.Außerdem sollte man dringend an die Weisungsbefugniss denken.
Ein Deutscher Pflegedienst ist weiterhin zu empfehlen.
Wir sind bei www.humans24.de
Peter Montag [Gast]
Dass polnische Pflegekräfte nicht pflegen dürfen, stimmt so natürlich nicht. Man denke nur etwa an die umfangreichen Bereiche „Grundpflege“ (beispielsweise Hilfe bei der Körperhygiene, beim An- und Auskleiden oder bei der Essensaufnahme) und „aktivierende Pflege“ (Mobilisierung). Richtig ist indes die Feststellung, dass die Tätigkeit einer polnischen Pflegekraft viel mehr umfasst als bloß Pflege im engeren Sinne, nämlich auch die hauswirtschaftliche Versorgung (Einkaufen, Essen kochen, Wäsche waschen) und persönliche Zuwendung (Spaziergänge, Gespräche, gemeinsame Aktivitäten). Wer ein „Komplettpaket“ braucht, nämlich Pflege, hauswirtschaftliche Versorgung, persönliche Zuwendung und menschliche Nähe, der ist mit einer polnischen Pflegekraft, wie sie von der Pflegeagentur 24 vermittelt werden, bestens bedient.
Lina [Gast]
Ich finde Pflege ist ein sehr weitläufiger Begriff. Das die Damen keine medizinische Pflege machen dürfen ist glaub ich klar. Aber zur Pflege gehört natürlich auch die tägliche Grundversorgung und das Miteinander im Alltag. Meine persönliche Erfahrung ist, dass man das was die Damen leisten nicht in Definitionen einordnen kann. Besonders die "Pflege" des sozialen Umfeldes und das persönliche Verhältnis ist eine große Leistung. Ich habe Kontakt zur Firma Ölscher (www.oelsher.info), die das vollkommen legal macht und wo ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
Sebastian Krämer [Gast]
Dieser Artikel ist gut geschrieben - aber nicht mehr ganz aktuell. Denn ab Mai 2011 können Deutsche polnische Betreuungskräfte ganz legal einstellen und damit Arbeitgeber werden. Viele Gründe sprechen allerdings dagegen, dies tatsächlich zu tun: Man denke etwa an die rechtssichere Vertragsgestaltung (hieran allein würde schon fast jeder Laie scheitern oder sich in irgendwelche Fallstricke begeben), die Sozialversicherung, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Da ist ein Dienstleistungsvertrag, der über eine Agentur wie die Pflegeagentur24 zustande kommt, auf jeden Fall vorzuziehen.
Tina [Gast]
Hallo,
wir haben uns für die freie Suche ohne Agentur auf http://www.senioport.de entschieden. Zu den Themen, die mein Vorredner anspricht kann ich bisher noch nicht viel sagen, denn die Dame ist erst seit einer Woche bei uns. Was ich aber sagen kann: Die Suche hat sich wesentlich einfacher gestaltet als die vorherige Suche mit Agentur, denn hier konnte ich selbst schreiben, worauf ich besonderen Wert lege und eine Dame aussuchen, die sich besonders intensiv mit meinem Vater beschäftigt. Sie geht z.B, täglich ca. 2 Stunden mit ihm spazieren und spielt (bisher) jeden Abend Schach mit ihm. Die Agenturen, die uns vorher Vorschläge unterbreitet haben hatten sich nie für seine Hobbys interessiert. Ebensowenig dafür, dass er früher einmal Pflanzen gezüchetet hat und die Natur über alles liebt...
Alexander Wirner [Gast]
Ein Dienstleistungsvertrag mit einem "entsendenden" polnischen Unternehmen dürfte auch heute noch, nach etwas geänderter Rechtslage, die beste, günstigste und rechtlich unbedenklichste Lösung sein, wenn man sich privat Hilfe organisieren möchte.
Was die Vermittlungsagentur selber betrifft, haben wir es so gehalten, dass wir uns zunächst an Bewertungen und Meinungsbildern im Internet orientiert haben. Dabei sind wir schließlich auf die Pflegeagentur 24 aufmerksam geworden, und da war gleich der erste Eindruck überzeugend: schöne, übersichtliche Website und wertvolle Extratipps in Blogbeiträgen (findet man unter: http://www.pflegeagentur24.de/blog/ ).
Die Beratung bei der Pflegeagentur 24 war hervorragend – all unsere Wünsche und Vorstellungen wurden genauestens erfragt und gingen in der Auswahl der polnischen Pflegekraft ein. Wir sind seit acht Monaten Kunde bis heute überaus zufrieden, insbesondere auch mit dem Preis.