Muster Bewerbungsschreiben auch im Internet
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Das Hauptgebiet im Tiefbau ist die Errichtung von Tunneln. Dabei sind von den ausführenden Firmen viele Faktoren zu beachten. Die wichtigste Voraussetzung sind die geologischen Verhältnisse an der Baustelle. Sie sind entscheidend für die Art des Vortriebs und die Absicherung des Ausbruchs. Hartes Gestein wie Granit kann mit Tunnelbohrmaschinen nicht durchbrochen werden, es erfordert den Einsatz von Sprengstoff, eine nicht ungefährliche Angelegenheit. Zwar sind die heute verwendeten Plastiksprengstoffe bei weitem nicht so empfindlich wie zum Beispiel Dynamit, aber trotzdem erfordert ihr Einsatz das Fachwissen eines ausgebildeten Sprengmeisters.
Stößt man hingegen im Tiefbau auf Geröll, dann entsteht eine weitere Gefahr: Das lose Gestein kann nachrutschen und den Tunnel verschütten, ganz abgesehen von der Gefahr für Leib und Leben der Bauerbeiter. Um dies zu verhindern, wird heute eine Tunnelbaustelle im Spritzbetonverfahren gesichert. Dabei wird eine Spezialbetonmischung durch einen Schlauch gedrückt und über eine Düse auf den Fels gespritzt. Durch den Aufprall verdichtet sich der Beton automatisch. Da dieses Verfahren von normalen Betonierungsarbeiten stark abweicht, wird diese Arbeit meist von Spezialfirmen übernommen, die über die entsprechende Ausstattung und das notwendige Wissen besitzen.
Auch der Verlauf von Wasseradern muss beim Tiefbau berücksichtigt werden. Einbrechendes Wasser kann Menschenleben gefährden und Maschinen zerstören. Um das zu vermeiden, ist auch dafür ein geologisches Gutachten notwendig. Ein weiterer Punkt, auf den geachtet werden muss, sind die besonders im Hochgebirge auftretenden Drücke, die auf dem Gestein lasten. Auch sie müssen während der Bauzeit aufgefangen werden. Die Berechnung dieser Drücke ist eine Aufgabe für erfahrene Statiker. Die Belüftung des Tunnels ist ebenfalls sehr wichtig und muss bereits in der Planungsphase eingebunden werden.
Ebenfalls schon bei der Planung wird im modernen Tiefbau die Installation von Sicherheitsanlagen festgelegt. Dazu gehören Feuermeldeanlagen, Videokameras, Fluchtwege und Notausstiege. Vor allem im Hochgebirge ist es nicht immer einfach, Fluchtwege anzulegen. Deshalb werden Tunnel heute meist mit zwei Röhren gebaut, eine für jede Fahrtrichtung. Feuerfeste Brandschutztüren zwischen den Röhren ermöglichen im Falle eines Feuers die Flucht in die andere Tunnelröhre. Ein solcher Tiefbau muss also gut geplant werden und ist eine Aufgabe für Spezialisten.
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