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Existenzgründerdarlehen ermöglichen den Start in die Selbstständigkeit

Mit einem Existenzgründerdarlehen kann man seine eigene Firma gründen. Wer keine Sicherheiten hat, bekommt in vielen Fällen Hilfestellung vom Staat.

Existenzgründer Darlehen
© Carmen Steiner - www.fotolia.de

Ein Existenzgründerdarlehen macht die Gründung einer eigenen Firma auch für solche Unternehmer möglich, die nur über sehr begrenzte Eigenmittel verfügen. Manche Banken allerdings tun sich mit der Vergabe von Darlehen an Existenzgründer sehr schwer. Sie verlangen Sicherheiten oder würden am liebsten bereits gute Geschäftszahlen sehen – diese kann der Kreditinteressent aber natürlich nicht vorlegen, weil er sich mit dem geliehenen Geld ja erst noch selbstständig machen will.

Im Zuge des so genannten Basel-II-Verfahrens hat sich das Problem für Existenzgründer noch verschärft: Die Banken müssen die Darlehen, die sie vergeben, mit einem gewissen Prozentsatz an Eigenkapital hinterlegen. Je höher des Risiko, desto höher liegt dieser Anteil. Wer mit einer neuen Firma startet, gilt zunächst einmal als Risiko-Kunde, und entsprechend sind Darlehen an Jungunternehmer für viele Banken nur wenig attraktiv.

Die Politik hat dieses Problem aber längst erkannt und Einrichtungen wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau und zahlreiche andere Förderbanken aus Landesebene dazu genutzt, spezielle Programme für Existenzgründer aufzulegen. Diese ermöglichen die Aufnahme von Darlehen auch dann, wenn keine oder nur wenige Sicherheiten vorhanden sind. So werden zum Beispiel Bürgschaften vergeben, mit denen die kreditgebende Bank die Sicherheit erhält, dass das Darlehen auch tatsächlich zurückgezahlt wird. Gerät der Gründer in finanzielle Schwierigkeiten, springt die Bürgschaftsbank ein.

Für die Gewährung eines Existenzgründerdarlehens ist aber – egal ob mit ohne Bürgschaft – immer ein solider Geschäftsplan erforderlich. Der Gründer muss in diesem auch Businessplan genannten Papier darlegen, wie er sein Unternehmen zum Erfolg führen will. Dazu gehören zum einen natürlich die Beschreibung der Geschäftsidee, aber auch Angaben zur Person des Gründers, zu seiner beruflichen Laufbahn und speziellen Kenntnissen, die in der Selbstständigkeit wichtig sein können. Der Existenzgründer sollte außerdem den gesamten Finanzierungsbedarf erläutern und darstellen, zu welchem Teil dieser durch ein Darlehen gedeckt werden soll. Strategien zum Eintritt in den Markt, Ideen für die Werbung und eine realistische Bewertung der Marktchancen (auch im direkten Wettkampf mit bereits etablierten Konkurrenten) sind weitere wichtige Elemente des Geschäftsplans. Besonders wichtig für Banken, bei denen ein Existenzgründerdarlehen beantragt wird, ist außerdem die Rentabilitätsvorschau. Darin werden möglichst genau die Ausgaben und die erwarteten Einnahmen einander gegenüber gestellt. So wird deutlich, ob die Gründung finanziell nachhaltig tragbar ist.

In Ergänzung zum Existenzgründerdarlehen kann ein Teil des Finanzbedarfs auch durch direkte Zuschüsse gedeckt werden. Deren Höhe unterscheidet sich je nach Bundesland, in dem die Gründung erfolgen soll.

 
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von Sarah Winkler 29.09.2008
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