Digitale Karten haben einen Namen: Tele Atlas
Das niederländische Unternehmen Tele Atlas hat sich bereits seit über zwanzig Jahren ... mehr
In den guten Lagen aller größeren Städte eröffnet seit geraumer Zeit eine Zeitarbeitsfirma nach der anderen. Arbeitnehmer können deutschlandweit unter mehr als 7.000 Personalleasingfirmen wählen in der Zeitarbeit. Firmen mit überregionalem Namen teilen sich den Zeitarbeitsmarkt dabei zu 30 Prozent untereinander auf. Viele der großen Personaldienstleister sind im Bundesverband für Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen, kurz BZA, organisiert.
Im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung schließt der Leiharbeitnehmer mit seiner Zeitarbeitsfirma einen Arbeitsvertrag und wird für zeitlich befristete Arbeitseinsätze in andere Unternehmen entsendet. Mit dem Entleiher schließt der Angestellte des Personalleasings keinen Arbeitsvertrag. Zwischen dem Entleiher und dem Personaldienstleister wird für die Arbeitskraft des Zeitarbeiters in der Regel ein fester Stundensatz vereinbart. Dieser Stundensatz beträgt bei den meisten Kalkulationen das Doppelte des Bruttolohns, den der Zeitarbeiter erhält. Für einen Leiharbeiter mit einem Stundensatz von sieben Euro erhält das Personalleasing etwa 14 Euro vom entleihenden Unternehmen. Der Entleiher leistet seinen Zeitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht, ist ansonsten aber an keine arbeitsrechtlichen Ansprüche gegenüber den Leiharbeitern gebunden.
Viele Zeitarbeitnehmer fühlen sich, da lediglich ihre Arbeitskraft im Unternehmen genutzt wird, so auch als Angestellte zweiter Klasse. Oftmals sind Leiharbeitnehmer auch einem wachsenden Konkurrenzdenken unter den festen Mitarbeitern des entleihenden Betriebes ausgesetzt. Auch soziale Unterschiede werden aufgrund des deutlich niedrigeren Lohnniveaus des Zeitarbeitnehmers schnell im Unternehmen spürbar. Die Hoffnung, bei guter Arbeitsleistung tatsächlich vom entleihenden Unternehmen fest angestellt zu werden, erfüllt sich dabei immer seltener für die Mitarbeiter der Zeitarbeit. Firmen setzen zur Abfederung von Produktions- und Dienstleistungsspitzen auf Leiharbeiter, planen aber nicht, die weniger qualifizierten Stellen auch tatsächlich fest zu besetzen.
In Deutschland handelt es sich bei etwa einem Prozent der Arbeitsverhältnisse um Leiharbeitsverträge. Viele Vollzeitbeschäftigte in der Zeitarbeit, besonders in den neuen Bundesländern, müssen trotz Wochenarbeitszeiten von 40 – 50 Stunden noch mit Sozialleistungen aufstocken.
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