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Ein Ethnologie-Studium als Sprungbrett für die Karriere

Wer sich für unterschiedliche Kulturen sowie Fragen der Sozial- und Geisteswissenschaften interessiert, kann an einem Studium der Ethnologie viel Freude haben und damit den Grundstein für seine Karriere legen.

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Die Ethnologie, früher auch Völkerkunde genannt, beschäftigt sich mit sozialanthropologischen Fragestellungen sowie deren Geschichte. Sie verbindet die Disziplinen der Politikwissenschaft, Geschichte, Soziologie und Religionswissenschaften und schließt vielfältige Feldforschungen in ihre Arbeit ein. In Deutschland gibt es derzeit 28 Institute für Ethnologie and Universitäten überall im Land. Die Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind breit gefächert und unterscheiden sich durch thematische oder regionale Schwerpunkte.

Studiengänge im grundständigen Bereich werden mittlerweile nach der Bologna-Konferenz zur Angleichung der Studienabschlüsse in Europa als Bachelor (6 Semester) angeboten, vereinzelt können sich Abiturienten noch für einen Diplom- (8 Semester) oder Magisterabschluss (10 Semester) einschreiben. Wer bereits einen ersten Studienabschluss hat, kann aus einem breiten Angebot an Masterstudiengängen (2-4 Semester) im Bereich Ethnologie wählen, um sich weiterzubilden. Wer sich für das Studium interessiert, kann sich über die Arbeitsämter, einer unabhängigen Berufsberatung, Onlineplattformen oder den Beratungsstellen der Universitäten informieren. Für Studienanfänger, die sich bereits für eine bestimmte Region interessieren, ist es sinnvoll gezielt nach einem Institut mit entsprechendem Schwerpunkt zu suchen. Auch Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Fächern sollten in die Entscheidung zum Studienort am besten schon vor der Bewerbung einbezogen werden. Studienplätze werden in den meisten Fällen zentral über die ZVS vergeben. Einige Universitäten wählen ihre Studenten hingegen über ein personalisiertes Auswahlverfahren selbst aus. In diesem Fall werden Abiturnoten, ein persönliches Motivationsschreiben, außerschulische Aktivitäten sowie gegebenenfalls Berufserfahrung einbezogen.

Geistes- und Sozialwissenschaftler haben es häufig etwas schwerer auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen als beispielsweise Ingenieure oder Wirtschaftswissenschaftler. Zu den klassischen Berufsfeldern für Ethnologen zählen Museen, Verlage, Kulturvereine, Hochschulen und Archive. Ein Studium der Ethnologie vermittelt etliche Kernkompetenzen, die man später im Berufsleben einsetzen und weiterentwickeln kann. Die Fähigkeit zu kritischem Denken, interkulturelle Kompetenz, exzellente Ausdrucksweise, Forschungskompetenzen und Selbstdisziplin werden von Arbeitgebern besonders geschätzt. Ethnologiestudenten sollten dennoch möglichst versuchen durch den Erwerb zusätzlicher Sprachen, durch Auslandserfahrung und Praktika ihr Profil abzurunden, um sich den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. Viele Universitäten unterhalten beispielsweise Partnerschaften mit anderen Instituten im Ausland, sodass Austauschsemester organisiert werden können.

Wer sich in der Welt der Wissenschaft wohlfühlt, kann versuchen über eine erfolgreiche Promotion eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu ergattern, um sich dann gegebenenfalls auf eine Juniorprofessur zu bewerben. Die Konkurrenz in diesem Bereich ist besonders groß, da die Chancen auf eine Festanstellung an deutschen Hochschulen aufgrund der Knappheit an Geldern deutlich geringer geworden sind. Dennoch kann eine Karriere an der Uni eine spannende und lohnenswerte Herausforderung sein - besonders für Menschen, die intellektuelle Aufgaben lieben und sich nicht scheuen für ihren Traumjob mehrmals den Standort zu wechseln.

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