Der Dichter als Visionär
Der Dichter Reinhold Schneider hat ein einzigartiges, visionäres Werk hinterlassen. E... mehr
Auf einem Gipfel in der Portugiesischen Hauptstadt aus dem Jahr 2000
wurde das Sprechen von anderen Sprachen als eine der fünf
Schlüsselqualifikationen, d. h. nicht fachbezogene, sondern zur Lösung von
Problemen behilfliche Kompetenzen, angesehen.
Im Grunde genommen ist das Lehren von Fremdsprachen bereits seit dem Jahr
1974 in jedem Mitgliedsstaat der EG verpflichtend. Die Philosophie dass ein
Kind französisch lernen sollte, also
Mulitlingualität unterstützt werden sollte, hat sich in vielen Ländern
durchgesetzt. Ausnahme sind Irland und Großbritannien, Schottland
ausgenommen.
Seit dem Jahr 1998 lernen beinahe alle Kinder in den Mitgliedsstaaten
zumindest eine Fremdsprache.
Im europäischen Durchschnitt lernen europäische Kinder drei bis vier Stunden
innerhalb einer Woche Fremdsprachen. Gewöhnlich starten die Schulen mit dem
Lehren einer anderen Sprache am Schluss der vierten Klasse, bzw. in der
Schweiz der fünften oder sechsten Klasse der Primarschule, in Malta,
Luxemburg und Norwegen allerdings bereits in der ersten Klasse. Trotz des
großen Sprachunterrichtsangebots an den einzelnen Lehranstalten können
generell weniger Erwachsene eine fremde Sprache als anzunehmen ist.
Bis in die neunziger Jahre wurde die erste Fremdsprache (hauptsächlich
Englisch) an den deutschen Schulen ab der fünften Klasse, also nach
Abschluss der Grundschule, unterrichtet. Lediglich das Bundesland Saarland
bot ab der dritten Klasse Unterricht in Französisch an. anboten Dieses
änderte sich jedoch, als in Hamburg mit dem Unterricht in Englisch schon ab
der dritten Schulklasse begonnen wurde.
Ab dem Schuljahr 2004/2005 wird nun auch flächenabdeckend Englischunterricht
in jedem Bundesland angeboten. In neun von 16 Bundesländern Italienisch und
Französisch und Russisch in Thüringen. In Baden-Württemberg ist der
Unterricht in Englisch schon in der ersten Klasse Pflicht.
Lernen durch Lehren (abgekürzt LdL) ist eine hauptsächlich in der BRD
gebräuchliche Unterrichtsmethode, die freilich in allen Unterrichtsfächern
ausgeübt werden könnte, sich jedoch hauptsächlich für den Unterricht in
Fremdsprachen gut ist. In dieser Form bringen sich die Schüler gegenseitig
den zu lernenden Stoff bei.
Der Unterricht von anderen Sprachen kann generell zweierlei Ziele anstreben:
Erstens die Befähigung beizubringen, fließend zu sprechen und zu schreiben,
zum Anderen das Verständnis der literarischen Produkte der Sprache zu
erlangen. Das Eine ist meistens beim Unterricht der Alten Sprachen, Latein
und Griechisch entscheidend, jenes gilt eher für die neueren Sprachen, wie
Englisch und Französisch.
Bei Anfängern, z. B. in weitergehenden Schulen, geschieht dieses anfangs
meist anhand von Büchern, die mit simplen Texten neue Wörter und
Formulierungen sowie neue (grammatikalische) Gesichtspunkte der Sprache
darlegen. Dieses neu Erlernte wird dann extra eingeübt.
Der Unterricht für Geübte dagegen besteht häufig aus der Lektüre längerer
Inhalte und Meinungsaustausch in der jeweiligen Sprache, da das Erreichen
von aktivem sprachlichen Wissen im Mittelpunkt steht. Je nach Ziel handelt
es sich bei den Texten um authentische Literatur. Oder um belegte
fachspezifische Texte, deren Beherrschung z. B. in der Ausbildung von
Dolmetschern und Übersetzern von Bedeutung sind.
Neben der aktiven Beherrschung der Fremdsprache ist hauptsächlich auch das
Verständnis durch hören eine bedeutende Rolle. Das kann mit Hilfe
akustischer Medien wie Tonbandkassetten, CDs oder durch einen Aufenthalt im
Land der jeweiligen Fremdsprache entwickelt werden.
Ganz besonders tief gehend ist der Unterricht an Schulen, welche einen
zweisprachigen Teil anbieten. Dort werden zusätzlich zum tatsächlichen
Sprachunterricht unterschiedliche Fächer (etwa Erdkunde, Geschichte,
Mathematik) stückweise in der anderen Sprache gelehrt, so dass die Schüler
genötigt sind, diese Fremdsprache aktiv zu sprechen, und fachspezifische
Ausdrücke erlernen können.
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