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Es gelten neue Regeln für die richtige Rechtschreibung

Die Sprache unterliegt einem gewissen Wandel. Zum Beispiel durch die Nutzung von Modewörtern bzw. Anglizismen. Solche Veränderungen machen sich langfristig natürlich auch bei der Rechtschreibung bemerkbar.

richtige rechtschreibung
© Claudia Arndt - Fotolia.com
Darüber, was die korrekte Rechtschreibung eigentlich ausmacht, ist immer wieder gestritten worden. Um zu klären, welche Regeln verbindlich sind, wurden deshalb Konferenzen mit Vertretern aus der Wissenschaft und Politik veranstaltet.

Die Rechtschreibung war schon immer Entwicklungen unterworfen

So fanden zum Beispiel im deutschen Kaiserreich 1876 und 1901 entsprechende Konferenzen statt. Auf letzterer wurde unter anderem das "th" in deutschen Wörtern (früher Thal statt Tal) endgültig abgeschafft. Welche Regeln die aktuelle Rechtschreibung bestimmen, ist in gewisserweise immer auch abhängig von den gesellschaftlichen Entwicklungen und Trends.

Rechtschreibereformen seit 1996

Die jüngste Rechtschreibreform fand im Jahr 1996 statt. Mit ihr wurden die Regeln festgelegt (mit Modifikationen in den Jahren 2004 und 2006), die auch im Jahr 2011 noch gelten. Die 1996 beschlossene Rechtschreibreform trat nach langen politischen Auseinandersetzungen zum 1. August 2006 in Kraft und ist für Schulen seit dem 1. August 2007 verbindlich.

Rechtschreibreform zur Vereinfachung der Sprache?

Grundsätzlich sollte mit dieser Rechtschreibreform zum einen eine Vereinfachung zum anderen eine Modernisierung der deutschen Rechtschreibung realisiert werden. Eine der auffälligsten Veränderungen ist bei der Anwendung von "ß" und "ss" zu bemerken. Die Regel besagt nun: Bei einem stimmlosen s-Laut nach langem Vokal schreibt man "ß" (wie zum Beispiele in Blöße). Bei einem kurzen Vokal wird hingegen ein doppeltes "s" geschrieben (wie zum Beispiel in Fluss, früher Fluß). Auffällig ist auch die Germanisierung vieler ursprünglich aus anderen Sprachen stammender Begriffe. Konnte man früher zum Beispiel Paragraph mit "ph" schreiben, so wird nach der Rechtschreibreform ein schlichtes "f" genutzt (Paragraf). Aber auch bei der Interpunktion, dem Setzen von Satzzeichen, hat es einige Änderungen gegeben.

Der Duden als zuverlässiges Nachschlagewerk

Wer sich über die aktuell geltenden Regeln informieren möchte, kann hierfür unter anderem die aktuelle Fassung des Dudens zur "Neuen deutschen Rechtschreibung" nutzen. Der Dudenverlag ist seit langem eine akzeptierte Institution, was die deutsche Sprache und Schrift anbelangt. Aber auch im Internet stehen diverse Seiten zum Nachforschen zur Verfügung. Neben dem Webauftritt des Duden-Verlags ist an dieser Stelle auch die Homepage des "Instituts für Deutsche Sprache" (gegründet in Mannheim 1964) zu nennen. Auf beiden Internetseiten findet der Leser zahlreiche Beispiele und Hintergrundinformationen zur gültigen deutschen Rechtschreibung. Man kann hierbei nach einzelnen speziellen Wörtern suchen oder sich auch über die "Gesetzmäßigkeiten" informieren.

Rechtschreibprüfung per PC

Wer es sich besonders einfach machen möchte, kann natürlich immer auch eine automatische Rechtschreibprüfung mit dem PC vornehmen. Die meisten Programme bieten eine solche Rechtschreibkorrektur nach den gängigen Regeln an. Doch kommt der Nutzer an einer Korrektur Wort für Wort nicht vorbei, denn die Programme erkennen in der Regel nicht alle Wörter automatisch.

von Lars Moor
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