Was macht ein Pressereferent?
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Zuerst müssen Sie sich eine Frage ehrlich und unverblümt stellen: Warum will ich einen Adelstitel kaufen? Habe ich einen Minderwertigkeitskomplex und komme mir mit einem ehrlichen nicht-adeligen Namen zu banal vor? Wenn Ihre Antwort auf diese Frage »Ja« lautet, sollten Sie vielleicht doch besser einen Psychotherapeuten aufsuchen, anstatt einen Adelstitel anzunehmen. Der Adel und die Adelsnamen haben eine spezifische historische und gesellschaftliche Funktion und sind nicht dazu da, Leuten mit Minderwertigkeitskomplexen weiterzuhelfen.
Adelstitel kaufen stellt eine Täuschung der Öffentlichkeit dar und bringt dem mit Minderwertigkeitskomplex Behafteten nicht die gewünschte Befreiung von seinem Minderwertigkeitskomplex.
Im Gegenteil: Nur allzu leicht kommt es heraus, wenn ein Adelstitel nur gekauft ist. Es gibt schlechterdings keine Möglichkeit für denjenigen, der einen Adelstitel gekauft hat, diese Tatsache zu verheimlichen, denn die echten Adeligen sind alle in einem Buch, dem »Gotha« verzeichnet, und darin kann jedermann nachschlagen, ob der Graf, der sich gerade als solcher vorgestellt hat, auch ein echter ist.
Adelstitel kaufen bringt nicht immer Vorteile. Es gibt viele Zeitgenossen, die Vorurteile gegen Adelige haben.
Werden Sie tatsächlich von irgendeinem Naivling mit Ihrem gekauften Adelstitel für einen Adeligen gehalten, muß das nicht unbedingt von Vorteil sein. Manche Arbeitgeber geben Arbeit nicht gern an Adelige, weil sie die echten Adeligen für dumm halten. Sie rechnen damit, daß es keine dümmeren gibt, zum Beispiel Menschen, die nicht mit einem Adeltitel geschlagen sind und auch noch Geld dafür ausgeben, einen führen zu können.
Der Scheinadelige ist noch dümmer als der Adelige selbst. Adelstitel kaufen führt zu Ansehensverlust im Adel. Dem echten Adel kann man nichts vormachen.
Wenn Sie glauben, Sie könnten einen Adelstitel kaufen und dann beim Adelball aufkreuzen und dort für einen echten Adeligen gehalten werden, dann irren Sie sich. Ein Adeligen kann Ihnen auf den Kopf zusagen, daß Sie den Adeltitel gekauft haben. Und er kennt den »Gotha« in- und auswendig.
Ist Adelstitel kaufen ein Verbrechen? In gewisser Weise ja: Es ist verbrecherisch dumm.
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Kommentare
Max [Gast]
Hallo,
Der Artikel ist von mir "nur" mit gut bewertet worden, weil ich eine Verbesserung vorschlagen würde.
Besonders die Ausführung über den Minderwertigkeitskomplex finde ich gelungen und richtig.
Allerdings ist es nicht richtig, dass Arbeitgeber eine Person für dumm hält, nur da Sie einen Titel im Namen trägt, den sie durch Geburt unweigerlich erhalten hat.
Es gibt sehr gebildete und vorbildliche Personen mit einem Titel im Namen, die hart und viel für Ihren Wohlstand, oder schlicht Ihren Lebensunterhalt gearbeitet haben.
Anderenfalls gibt es natürlich auch Ausnahmen, die diese Regel bestätigen.
Schlussendlich bleibt zu sagen, dass man sich nur die Familie von Anhalt (die gekaufte, nicht die echte, die eine sehr respektvolle vorbildliche Familie ist) ansehen brauch um zu erkennen, dass ein gekaufter Titel nicht zum erhofften Respekt führt. Im Gegenteil, es führt in den meisten Fällen zu spott und Fremdschämerei.
MAn sollte zufrieden mit dem Namen sein den man trägt und
Ihn ehren, wenn man sich aufwerten möchte.
mit freundlichen Grüßen
Max
elsplendido [Gast]
als jemand, der aus "gemischten" Familie stammt, d.h. mütterlicherseits adlig, väterlicherseits bürgerlich, stelle ich fest, dass die sogen. "Namensbestandteile" wie "Graf" , "Gräfin" und sogar das schlichte "von" ihre zumeist vorteilhafte Wirkung auf Außenstehende nicht verfehlen. Meine Tante, ursprünglich "bürgerlich" stellte nach ihrer Heirat mit einem "Edelmann" und der Annahme seines Familienamens fest, dass die meisten Menschen (sofern nicht bereits vorher miteinander bekannt) ganz anders - häufig etwas "weniger ungezwungen" und gelegentlich "steifer" auf sie reagieren. Anderes Beispiel: meine Mutter hatte Geburtstag, sie reservierte Zimmer in einem Hotel, das schönere ging an ihr Schwesterchen mit dem neuen "adligen" Namen ! Drum: entweder Abschaffung derartiger Namensbestandteile, oder Wiederbelebung einer alten Tradition: Verleihung von (erblichen) Adeltstiteln an verdiente Persönlichkeiten. Der Status quo ist museal wie er nie war, da der historische Adel ja bis 1918 auch ständig durch neue Standeserhebungen aufgefrischt wurde (und andererseits durch Kriegsdienste (hoher Anteil des Adels im Offiziers-Chorps) ständig einen hohen Blutzoll entrichten musste). In diesem Sinne !
BMW [Gast]
Welch guter Artikel! Wer sich auch nur in etwa " beim Adel, bei den Adeligen" auskennt, weiss und erspürt sofort, wieviel Wahres er beinhaltet! " Adel verpflichtet" eben. Andererseits: es ist doch interessant: man ver-schaffe sich einen Adelstitel, und kann damit absolut e i n m a l i g e Erfahrungen machen! Weder täglich noch alltägliche! Ergo: also doch auf jeden Fall:etwas Besonderes!
Hans von Bärenfeld [Gast]
Schon mal Ärger mit Adligen gehabt ?
Ist ja frappierend, wie Sie vom Leder ziehen !
von Früher , so um das 15. Jahrhundert [Gast]
wohl wahr, dümmeres hat man selten gelesen. Es heißt nicht um sonst ,wat den een sin Uhl, iss dem
annern sin Nachtijall. In diesem Sinne ,orientieren Sie
sich an der Farbenlehre,es gibt nicht nur schwarz und
weiß.Ratschlag eines alten Von!
Albert Johannes [Gast]
Die meisten Vorurteile habe ja wohl sie und was heißt hier Minderwertigkeitskomplex Adlig sein ist nicht einfach da gehört viel dazu
Natürlich genügt es nicht nur eine Titel zu tragen man muß Ihn Leben und gegen über anderen muß ich
Ihn zeigen und danach Handel
Respekt muß ich mir auch als Adliger verdienen
Hochachtungsvoll von Albert
F.v. Suffenberg [Gast]
ihr kommentarund ihre selbst " INFANTILE" Arbeitgeben würden einen Adeligen alls dummbezeichnen entspricht weder der tatsache ,es zeigt vielmehr das SIE SELBER einen sehr grossen Hass gegenüber Uns Adeligen in ihrer kleinlichen Bürgerbrust hegen dürften.
Ihr " Beitrag" ist eher lächerlich als informativ
Fürst v Stauffenberg
von Sauffenberg [Gast]
Nieder mit dem Adel, Abschaffung aller Titel
Dozent [Gast]
Ein Adelstitel kaufen, ist wie eine goldene Rolex kaufen, man möchte sich schmücken und zeigen das man auch das nötige Kleingeld dafür hat! Den wer so ca. 50 T bis 200 T EUR erarbeitet und auch dafür übrig hat, wird wohl nicht unbedingt ein von Minderwertigkeitskomplexen behafteter Idiot sein.
Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt!
Fürst von Tunichgut und Habenichts [Gast]
wie verhält es sich, wenn man einen Adelstitel kaufen will, um karitative Zwecke besser repräsentieren zu wollen ?
Beispiel...
Man fliegt in die Ukraine um dort gegen das Hundemassaker für die EU 2012 aktiv mitzuwirken, gegebenenfalls Industrielle zum Einlenken gegen diesen gezielten Genozid zu bewegen.
Fliegt man als Hänschen Gringo darf man davon ausgehen, das man sehr schnell entsorgt wird, wie Beispiele aus der Praxis zeigen.
Fliegt man jedoch als "Schein-Repräsentant" mit solch einem Titel, der einigermaßen glaubwürdig verkauft wird, hat man eher die Möglichkeit, auch wieder lebend dieses Land zu verlassen, nach getaner Arbeit.
Die Anfrage ist durchaus ernst gemeint und dient lediglich zur Information.
Beste Grüße
Dex
Nauticcus vom Meer [Gast]
Wer "von Adel" ist, sollte das Edle nicht nur im Namem verkörpern, sondern als wesentlichen Charakterbestandteil haben. Und ein edler Charakter braucht keinen adligen Namen. Auch gibt es etliche Schurken mit adligem Name;. und sowohl Kluge wie auch Dumme. Als Arbeitgeber würde ich niemanden mit gekauftem Titel einstellen, weil ich ihm - zugegebenermaßen vorteilsbehaftet - Charakterschwäche unterstellen würde.
Nauticcus vom Meer [Gast]
Den Titel für karitative Zwecke könnte man ja kennzeichnen mit einem kar. karit. oder charity. Z. Bsp. Graf (karit) von Tunichtgut und Habenichts, damit man sich keinem Verdacht und Vorurteil aussetzt.
Gutmensch [Gast]
Meine ehrliche Meinung. Man kann führen was man will im Namen. Wem es Spaß macht, warum nicht. Adelig zu sein heißt nicht irgendetwas zu leben, genausowenig wie Reich sein etwas mit sich bringt. Der Auto hält sich wohl für etwas besseres, dieser Herr von Alberts. Ob seine Adeligen Gene dieses Kommentar zensieren, denn dann wäre er wirklich scheinheiliger :) Mein Rat an jedem der Will: Kauft euch was ihr wollt und genießt das Leben. Vor Gott sind alle Menschen gleich.