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Eine einzelne deutsche Telefonauskunft gibt es heute nicht mehr. Seit der Zulassung von privaten Anbietern für telefonische Auskunftsdienste ringen gleich mehrere Anbieter um die Gunst der Kunden. Eine Telefonauskunft war ursprünglich lediglich ein Service-Dienst, bei dem Telefonnummern erfragt werden können. Es gab unter zwei verschiedenen Rufnummern eine Inlands- und eine Auslandsauskunft. Außer der richtigen Nummer konnten bei diesen Diensten noch keine weitergehenden Informationen erfragt werden.
Seit der Markt jedoch privatisiert ist, versuchen sich die verschiedenen Anbieter durch besondere Dienstleistungen gegenseitig zu übertreffen. Sogenannte Mehrwertdienste bündeln heutzutage eine Fülle von Angeboten, zum Beispiel Auskünfte über Restaurants, Abfahrtszeiten von Zügen oder aktuelle Sportergebnisse. Nicht nur inhaltlich, auch in Bezug auf ihre technischen Möglichkeiten, ist die heutige deutsche Telefonauskunft nicht mehr mit der Auskunft von vor zwanzig Jahren vergleichbar. Neben der jetzt üblichen Möglichkeit der direkten Weitervermittlung können sich Benutzer von Mobiltelefonen die gewünschte Nummer auch bequem per SMS schicken lassen, bei einzelnen Anbietern kann der gesuchte Anschluss auch direkt per Kurzmitteilung erfragt werden. Trotz dieser Neuerungen geht das Geschäft der Anbieter zurück, der Markt hat sich seit der Privatisierung sogar halbiert. Dafür werden vor allem die hohen Preise der Dienste verantwortlich gemacht.

Umstritten ist die seit 2004 wieder eingeschränkt zugelassene Inverssuche. Normalerweise nennt der Kunde der Auskunft einen Namen und eine Adresse und erhält dann die Rufnummer. Bei der Inverssuche läuft es umgekehrt. Hier nennt der Anrufer eine Telefonnummer und die Auskunft nennt ihm den Namen und die Anschrift, die zu der Nummer gehört. Datenschützer sehen in dieser Möglichkeit Gefahren für den Verbraucher und raten, eine solche Suchmöglichkeit für die eigene Rufnummer nicht zuzulassen.
Seit März 2009 gibt es neben den privaten Anbietern auch eine zentrale Telefonauskunft für Behördendienste. Unter der Rufnummer 115 können Bürger sich dort mit dem richtigen Amt für ihr Anliegen verbinden lassen.
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