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Eine Handynummerauskunft hilft nur selten weiter

Immer wieder geschieht es, dass man die Handynummer von Freunden nicht hat. Oft können in diesem Fall andere Freunde helfen. Anders ist das bei entfernteren Bekannten. Eine Handynummerauskunft ist leider kaum hilfreich.

Die Privatsphäre gehört zu den immer kostbarer werdenden Gütern. Sie zu schützen, ist legitim. Datenschützer machen immer wieder darauf aufmerksam, wie gefährdet jeder einzelne ist. Wer einmal Erfahrungen damit sammeln musste, wie hilflos man wird, wenn Unberechtigte die eigenen Daten besitzen, wird den Warnungen und Mahnungen der Datenschützer zustimmen. Dabei ist ein von Werbung überquellender Briefkasten nur ein geringes Problem. Ärgerlicher sind Abbuchungen vom eigenen Konto oder Googletreffer, die das eigene Image nicht fördern.

So schwierig die Mission der Datenschützer auch in Bezug auf Chat-Rooms, Blogs oder Netzwerke ist, so erfolgreich war sie doch bei den Handynummern. Kaum jemand gestattet es, bei Vertragsabschluß mit einem Mobilfunkbetreiber seine Handynummer in ein öffentlich zugängliches Verzeichnis eintragen zu lassen. Da dieser Eintrag nicht automatisch geschieht, sondern nur mit ausdrücklicher Zustimmung erfolgt, verhindern die meisten damit, dass man sie über eine Handynummer-Auskunft findet.

Aus der Sicht der Handynutzer ist diese Entscheidung sicherlich sinnvoll. Wie oft wechseln viele ihre Handynummer? Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Ein anderer Netzbetreiber bietet bessere Vertragskonditionen, das alte Handy soll gegen ein neueres ausgetauscht werden und der SIM-Lock verhindert die Mitnahme der alten Nummer. Da Handys bei Privatpersonen nicht der öffentlichen Kommunikation dienen, ist die Nummer eben Privatsache. Gute Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen, aber nicht unbedingt der Chef erhalten dann die neue Nummer.

Was aber tun, wenn man mal die neue Nummer von einem Freund oder einer Bekannten hatte, aber sie nicht wieder findet oder sie zu Hause liegen hat und man selbst gerade im Augenblick unterwegs ist? Eine eigene Handynummer-Auskunft gibt es streng genommen nicht. Wurde die Nummer für die Veröffentlichung freigegeben, wie Ärzte, Anwälte oder andere Dienstleister das gelegentlich tun, dann haben alle Auskunftshotlines Zugriff und geben sie weiter. Wenn das nicht der Fall ist, hilft es nicht einmal, wenn man den Namen und eine veraltete Handynummer nennen kann. Die Nummer ist nicht ermittelbar.

Einige Anbieter im Internet versprechen zwar, die Nummern in Erfahrung zu bringen. Dafür berechnen sie allerdings Kosten, deren Ausmaß nicht ganz abzuschätzen ist. Da bleibt einem nichts weiter übrig, als sorgfältiger mit den erhaltenen Nummern umzugehen und sich an die anderen Vorzüge des Datenschutzes zu erinnern.

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