Ein Ethnologie-Studium als Sprungbrett für die Karriere
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Die Wirtschaftskrise erweckt den Schnäppchenjäger im Deutschen und mit ihm clevere Geschäftsleute, die sich diese Idee in Form von Sonderpostenmärkten zu Nutze machen. Kaum eine größere Stadt, in der nicht mindestens ein Restpostenmarkt anzutreffen ist, in dem vom Aschenbecher bis zur Großpackung Waschmittel breit gefächerte Sortimente angeboten werden.
Während Schnäppchenmärkte oder 1-Euro-Shops alles anbieten, was die Restposten hergeben, spezialisieren sich immer mehr Anbieter auch auf Sortimente wie Mode, Haushaltwaren oder Gewerbebedarf. Das Phänomen Restpostenmarkt konzentriert sich hierbei häufig auf Kunden, denen das Geld nicht so locker in der Tasche sitzt, aber auch Gut- und Besserverdiener entdecken ihr Faible für das Sparen und nutzen günstige Einkaufsmöglichkeiten.

Die so genannten Ramschkönige erleben derzeit gerade ein Revival, haben den Schnäppchen- und Sonderverkauf allerdings nicht neu erfunden: Das Ende der DDR rief vor 20 Jahren schon einmal findige Geschäftsleute auf den Plan, die Waren aus maroden VEB-Betreiben teilweise sogar kostenlos übernahmen und Artikel aller Art billig anboten. Um Artikel verblüffend billig verkaufen zu können, beziehen Schnäppchenanbieter ihre Waren auch heute noch aus Massenverkäufen, Überproduktionen, Insolvenzen oder Konkursen. Viele Artikel werden zudem importiert und in großen Stückzahlen angeboten, was sich positiv auf die Preisgestaltung auswirkt.
Neben Ladengeschäften und Sonderverkäufen hat sich mit dem Internet zudem ein weiterer Marktplatz herausgebildet für Restposten. Sonderposten werden online in Auktionen oder auf spezialisierten Portalen angeboten. Im Internet und auch bei regionalen Verkäufen werden Schnäppchenjäger gern mit Attributen wie „billig“ gelockt und ihr Erfolg soll dieser Marketingstrategie auch Recht geben. Ob Haushalte tatsächlich einen 20er-Pack Topfreiniger oder Megapackungen Weichspüler benötigen, steht hierbei jedoch auf einem ganz anderen Blatt.
Häufig sammeln sich Schnäppchenjäger sogar schon in der Früh vor Ladengeschäften und stürzen sich bei Öffnung auf die Restposten. Sonderposten werden dann oftmals in mehreren Einkaufswagen abtransportiert oder gar in Kleintransportern über weite Wegstrecken befördert. Die Zukunft für Schnäppchenjäger und –anbieter gestaltet sich trotz Krise jedenfalls hervorragend.
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