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Schnäppchen mit Restposten-Beständen machen

Wenn die Lager zu voll werden, kann man mit Restposten ganz gleich in welchem Segment (Elektronik, Lebensmittel, Kosmetik) so manches Schnäppchen machen.

restposten
© NavTor - Fotolia.com

Gewusst wie: Lagerplatz kostet viel Geld. Sollte sich eine Ware mal nicht so gut verkaufen, entstehen dem Händler / dem Vertrieb unnötige Kosten. Ergo muss er die Ware schnell loswerden. Meistens handelt es sich hier um Ware vom „Vortag“, sprich leicht überholte technische Geräte oder Mode vom Vorjahr. Das muss nicht nachteilig sein: Ein Telefon war auch schon im vergangenen Jahr ein Telefon. Und wenn man da bis zu 50% einsparen kann, verzichtetet man gerne auf neumodische Funktionen, die man meistens ohnehin kaum benötigt. Gleiches gilt bei Mode: Wer hat schon zu sagen, was alt ist, und was nicht – nicht mal die Experten dürften die aktuelle Kollektion eines Designers von der des Vorjahres sofort unterscheiden können.

Der Handel mit Restposten floriert im Zuge der von MediaMarkt losgetretenen „Geiz ist Geil“-Mentalität: Überall wird gespart was das Zeug hält, „Schnäppchen“ und „Angebot“ sind Signalwörter in Zeiten von Harzt IV. Unter „Restposten“ versteht man gemäß Definition nicht unbedingt die reduzierte Ware in der Auslage des Kaufhauses: Oft werden „echte“ Restbestände bei speziellen Märkten oder neuerdings auch über das Internet vermarktet. Vorteil für den Händler: Er ist direkt am Kunden, hat keinen Bewerbungsaufwand und kann die Ware im Fall der Fälle fast zum Selbstkostenpreis herausgeben.

Ist die Ware schlecht, also „B“-Ware? Grundsätzlich nein. Da Restposten aber gerne über drei Ecken weitegereicht und weiterverkauft werden, können sich mit der Zeit Schäden aufstauen. Die muss der Händler allerdings extra kennzeichnen und die Ware dann auch als Bruchware verkaufen. Sprich: Für gewöhnlich versteht man unter Restposten-Ware völlig intakte Ware, ganz gleich ob Kleid oder Kleiderschrank.

Inzwischen haben sich einige Selbstständige ein florierendes Geschäft mit den Restposten aufgebaut: Ware wird günstig aufgekauft und mit geringem Gewinn beispielsweise als Powerseller bei eBay verkauft. Der Tagesumsatz mag da klein sein, am Ende des Monats ist es die Masse, die zählt. So gibt es inzwischen ganze Großhändler, die nur noch Restposten absetzen. Auch findet sich mit Zentrada ein eigenes Auktionshaus für solche Ware. Schließlich springt auch der Deutsche Zoll auf den Zug auf, der im Internet Restware aus beschlagnahmten Beständen absetzt. Eine findige Idee, die mittlerweile immer mehr Zuspruch findet und in den kommenden Jahren weiter wachsen dürfte.

 
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von Elena Hanke 05.12.2007
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