Einen Unfallwagen verkaufen: Informationen rund um's Thema
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Eines der attraktivsten Angebote derzeit auf dem Markt ist der Kauf eines EU-Neuwagens, auch bekannt als "Import-Fahrzeuge", "Re-Importe", "Reimporte", "EU-Autos" oder "Euroimport". Hierbei handelt es sich um Automobile meist deutscher Hersteller, die aus EU-Ländern wie etwa Spanien, Skandinavien oder Tschechien nach ihrer Produktion wieder nach Deutschland reimportiert werden. Entscheidender Vorteil dieses Verfahrens ist eine Preisersparnis bei Neuwagen von bis zu 30%.
Diese Preisunterschiede basieren nicht wie lange angenommen auf qualitativ schlechterer Ware, sondern vielmehr auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Steuersystemen innerhalb der EU. In Dänemark etwa wird auf alle Fahrzeuge eine sogenannte Luxussteuer von 100% erhoben. Unter diesen Umständen wäre für viele ein Neuwagen nicht mehr zu finanzieren, daher sind die Bruttoverkaufspreise dementsprechend gering.

Kauft man nun als Deutscher einen dänischen Neuwagen, so entfällt diese Luxussteuer von 100% und nur die im Land üblichen Steuersätze fallen an. Ein weiterer Grund ist die Kaufkraft der entsprechenden Verkaufsländer, an die sich die einzelnen Hersteller richten. Ein Fahrzeug das zum Beispiel in der Slowakei mit Preisen ähnlich den Deutschen angeboten werden würde, fände vermutlich nur wenig bis gar keine Abnehmer.
Verzichten muss man bei einem EU-Neuwagen weder auf Qualität des Fahrzeugs noch auf die Garantie. Wie ein beim deutschen Vertragshändler gekauftes Fahrzeug haben auch EU-Neuwagen eine zweijährige Garantie. Einziger Unterschied ist, dass diese nicht am Zulassungstag sondern mit der Auslieferung des Herstellers an den Importeur beginnt. Auch das Nachrüsten mit Leuchtweitenregulierung, wie es noch Anfang der 90er der Fall gewesen ist, entfällt da mittlerweile alle Neuwagen gleichen gesetzlichen Standards entsprechen.
Selbst die eigenen Wünsche kommen bei einem EU-Neuwagen nicht zu kurz, da es inzwischen sogar möglich ist sein Auto selbst zusammenzustellen und auf die eigenen Bedürfnisse auszulegen, ebenso wie wenn man ein Fahrzeug beim Vertragshändler um die Ecke erwirbt.
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Kommentare
Paul [Gast]
Der Artikel enthält die wesentlichen Fakten. Zu bemerken sei allerdings, dass zwar die Garantie 2 Jahre lang Europaweit gilt, nicht aber die Gewährleistung. Was bei in Deutschland gekauften Fahrzeugen auf Gewährleistung repariert wird muss bei EU Fahrzeugen beim ausländischen Händler beanstandet werden - was wohl aufgrund der Entfernung nicht gemacht wird. Es empfiehlt sich immer, ein EU Fahrzeug bei einem deutschem Vermittler zu kaufen, denn der führt im Regelfall Gewährleistungsansprüche aus - obwohl er dazu nicht verpflichtet ist.