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Eine Legende der Landmaschinentechnik: Renault-Traktor

Die Entwicklung der Landmaschinentechnik hat die Arbeit auf den Feldern erleichtert und die Erträge verbessert. Der Renault-Traktor hat dazu einen großen Beitrag geleistet. Renault-Agriculture ist in Claas aufgegangen.

renault traktor
© Luis Louro - Fotolia.com
Die Motoren- und Fahrzeugentwicklung machte gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen großen Schritt nach vorne. Unternehmen, die sich mit Motorisierung befassten, erkannten auch schnell die Chancen, im Landmaschinenbau Fuß zu fassen und die dortigen Arbeitsverhältnisse zu revolutionieren. Vor den Gebrüdern Renault, die 1898 ihr Unternehmen "Renault Frères" gründeten, blieb kein Bereich der Motoren- und Fahrzeugentwicklung sicher. Viele Patente wie die Kardanwelle, die einzuschraubende Zündkerze oder der Turbolader, der Sicherheitsgurt, die Trommelbremse und der erste V8-Motor für Flugzeuge gehen auf die Brüder Renault zurück.

Schon einmal begann man bei Renault, Nutzfahrzeuge zu bauen.

Während des ersten Weltkrieges stieg Renault in die Konstruktion und Fertigung von schwerem militärischen Gerät ein. Da nach dem Krieg wieder zivile Fahrzeuge gefragt waren, nutzte Renault die Erfahrungen und entwickelte einen Traktor Typ VY, der ab 1933 gebaut wurde und der der erste serienmäßige Dieselschlepper in Frankreich war.

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde in Le Mans ein Renault-Traktorenwerk eröffnet. Während Renault nach dem Krieg zunächst als einziges Automobil nur den 4CV, genannt Crèmeschnittchen, produzierte, machte die Traktoren-Produktion mit der 3940er- und der D-Reihe schnelle Fortschritte. 1960 versuchte Renault, seine Traktoren auch in Deutschland zu verkaufen, was aber scheiterte. Mit dem R4 und dem R16 sorgte Renault auf dem Pkw-Markt für Furore. Die Autos kamen in ganz Deutschland gut an, auch die sozialen Maßnahmen des Unternehmens Renault, wo die dritte und vierte Urlaubswoche eingeführt werden. 1967 wurde die Taktoren-Produktion bei Renault so umfangreich, dass dafür ein eigenes Unternehmen gegründet wurde.

Als 1963 Porsche-Diesel, MAN und Normag ihre Schlepperproduktion einstellten, drängte Renault auf den deutschen Markt und konnte bis 1971 um die 10.000 Traktoren in Deutschland verkaufen. Nach Versuchen, Renault Traktor durch ein amerikanisches Unternehmen zu führen, blieb es doch in französischem und in Familienbesitz und schaffte als Renault Agriculture einen spektakulären Erfolg auf dem internationalen Traktorenmarkt. Mit amerikanischen Marktführern wurde eine weitgehende Kooperation vereinbart. Für den internationalen Traktorenmarkt überraschend erfolgte 2003 eine zunächst 50-prozentige Übernahme durch den deutschen Landmaschinen-Hersteller Claas. Inzwischen ist Renault komplett in Claas aufgegangen.

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