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Der Mittelklassewagen Ford Mondeo war Auto des Jahres

Ein Weltauto sollte es sein. Den Mondeo hat der Automobilhersteller Ford im belgischen Gent produzieren lassen. Die erste Modellreihe kam 1993 raus, 1994 wurde der Pkw zum Auto des Jahres in Deutschland gekürt.

Der Mittelklassewagen, der wegen seiner 16V- und 24V-Benzinmotoren 1993 zu den modernsten in seiner Klasse gehörte, ist der Nachfolger des mit einem Heckantrieb versehenen Ford Sierra. Ex-Rennfahrer Jackie Stewart half sogar das Fahrwerk abzustimmen. Mit der Einführung des Mondeo hatte sich Ford nach 22 Jahren in der Mittelklasse wieder für den Frontantrieb entschieden. Den Wagen gibt es in der Version mit Stufenheck und vier Türen, mit Schrägheck und fünf Türen und als fünftürigen Kombi. Die Ausstattungen reichten vom Basismodell CLX über das GLX-Modell bis hin zur noch besseren Ghia-Variante. Mit Sondermodellen, die die Beinamen Skylight, Festival oder Fashion bekamen, Allrad-Antrieben und Automatik-Versionen brachte es die Marke bereits im Jahr 1993 auf rund 40 unterschiedliche Varianten.

Großes Augenmerk wurde bei der Konzeption des Fahrzeugs auf einen größeren Innenraum bei kompakten Außenabmessungen gelegt. Wichtig wurde das Stichwort „Cab-Forward-Design“. Dies besagt, dass der Platz für die Technik soweit wie möglich beschnitten wird, um den Fahrgastraum weiter vorn beginnen zu lassen. Auch die Motorhaube war extrem tief angelegt und stieg flach an: Dies gab dem Modell eine schlanke Optik; dass auch die Seitenlinie nur leicht anstieg, hatte den Effekt, dass die Heckpartie zierlich wirkte.

Anleihen hat Ford bei japanischen Herstellern genommen, die die Idee eines Weltautos propagierten. Mercury Mystique und Ford Contour – so hießen die in den USA gebauten Fahrzeuge, die allerdings eine ganz andere Optik aufwiesen, von der Technik allerdings weitgehend identisch mit den in Belgien gebauten Fahrzeugen waren. Drei Jahre nach dem Erscheinen der ersten Modellreihe wurde die Formensprache des europäischen Mondeo mit den US-Modellen vereinheitlicht. Ein erneuter Designwechsel kam im Herbst 2000 und ein weiterer Mitte 2007. Für Letzteres war das „Kinetic Design“ von Martin Smith realisiert worden; Fachleute loben seine exklusive Innenausstattung, die dynamische Linienführung und die innovativen Technologien. So bietet dieses Modell nicht nur Fahrkomfort und Fahrvergnügen, sondern auch mehr Sicherheit. Fünf Sterne wurden beim Euro NCAP-Crashtest erzielt. Darüber hinaus ist eine Sportausführung in limitierter Stückzahl auf den Markt gekommen. Unter anderem sorgen 17 Zoll Leichtmetallräder und MS-Design Stoßfängeraufsätze für einen Blickfang.

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