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Wo finde ich Ersatzteile? Rover bietet ein gutes Netz

Wer einen Rover fährt, braucht viele Ersatzteile. Rover ist eine Marke mit Tradition. Aber auch mit Problemen.

Wer glaubt, Queen Elizabeth II. führe privat einen Rolls-Royce oder Bentley, der irrt. Die Königin bevorzugt die Traditionsmarke Rover; in London, aber auch, wenn sie von ihrem schottischen Schloß Balmoral zur Jagd aufbricht. Im Gelände bewegt sie sich natürlich mit einem Range Rover.

Braucht die Queen Ersatzteile – Rover liefert sofort. Uns Normalsterblichen geht es mit unserem Rover nicht ganz so gut. Rover gehörte früher zum Automobilhersteller »British Leyland«, der in den siebziger Jahren soviel Probleme in der Verarbeitung und bei den Ersatzteilen hatte, daß man in Deutschland spöttisch von »Britisch Elend« sprach. Immer suchte man seine Ersatzteile. Rover war eine flotte Marke mit erheblichen Designer-Ideen. Doch die praktische Seite des Rover-Fahrens war eine eher unerfreuliche.

Begonnen hatte alles schon 1884. Damals stellte die Firma J. K. Starley & Sutton Co im englischen Coventry ein Dreirad her. Dies Dreirad war der Vorgänger aller späteren Rover-Modelle. Schon damals zeichnete Rover sich durch zukunftsweisendes Design aus. Denn in jenen Jahren war das Hochrad verbreitet. Rovers Dreirad war praktischer und leichter zu fahren als das umständliche Hochrad. Kein Wunder, daß Rover bald bei allen Engländern sehr beliebt wurde.

Vier Jahre später, anno 1888, brachte Rover ein Gefährt heraus, das gerade heute als sehr vorausschauend betrachtet werden muß: Ein elektrisch betriebenes Fahrzeug nämlich. Leider wurde diese revolutionäre Entwicklung nie in Serie produziert.

Nach dem Ersten Weltkrieg tat Rover sich mit einem luftgekühlten 8-HP-Zweizylinder hervor. Aber wie fand man damals seine Ersatzteile? Rover bot einen besonderen Service an. Wer auf der Straße liegenblieb, konnte die Firma anrufen. Sofort kam ein Techniker mit dem entsprechenden Ersatzteil. Einziger Nachteil dieses serviceorientierten Systems: Damals gab es noch so gut wie keine Telefone.

2003 kam ein Wagen mit dem Namen »Rover Streetwise« heraus, der natürlich von vornherein zum Spott herausfordert. Denn woher nahm man die Ersatzteile? Rover stellte die Produktion der »Streetwise« 2005 wieder ein.

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