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Wann man im Auto die Stoßdämpfer tauschen sollte

Die Stoßdämpfer müssen für gute Bodenhaftung sorgen, indem sie die Räder stabil auf der Straße halten. Wenn sie diese Funktion nicht mehr optimal erfüllen, müssen sie ausgetauscht werden.

stoßdämpfer tauschen
© mcia - Fotolia.com
Stoßdämpfer sind nicht mit der Federung des Autos zu verwechseln: Während die Federung Stöße abfängt und in eine Schwingung umwandelt, ist der Stoßdämpfer dazu da, diese Schwingung in Wärmeenergie umzuwandeln, und dadurch zu dämpfen. Gasdruck-Stoßdämpfer, die von vielen Autobesitzern nachträglich eingebaut werden, und auch immer öfter zur Serienausstattung sportlicher Fahrzeuge gehören, haben zwar einen zusätzlichen Federeffekt, doch der Hauptzweck der Stoßdämpfer ist es grundsätzlich, die Schwingung des Rades durch Reibung zu dämpfen.

Moderne Stoßdämpfer von guter Qualität halten bisweilen weit über 100.000 Kilometer. Häufige Fahrten mit voller Ladung oder auf schlechten Straßen verkürzen ihre Lebensdauer. Der Grund, weshalb Stoßdämpfer verschleißen, liegt in ihrer Funktionsweise: Wenn sie zusammengestaucht und dann wieder auseinandergezogen werden, strömt Öl durch eine Metallscheibe mit Löchern von einem Behälter in einen anderen. Die innere Reibung des Öls erzeugt aus der Bewegungsenergie Wärme; so wird die Schwingung verringert. So arbeitet ein Stoßdämpfer häufig bei erhöhter Temperatur. Bei plötzlichen starken Stößen, zum Beispiel wenn das Rad in ein Schlagloch hineinsackt, ist die Scheibe enormen Kräften ausgesetzt. Mit der Zeit können sich die Öffnungen in der Metallscheibe vergrößern, wodurch der Dämpfungseffekt abnimmt.

Das erste Symptom verbrauchter Stoßdämpfer ist eine erhöhte Fahrgeräuschentwicklung auf rauem Asphalt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die durch die kleinen Unebenheiten verursachten Schwingungen der Räder nicht sofort gedämpft werden, sondern das Rad für Bruchteile einer Sekunde abheben lassen. Mit der Zeit wird sich ein verändertes Fahrverhalten bemerkbar machen: In Kurven lenkt sich der Wagen etwas "schwammiger". Durch die kleinen "Sprünge", welche die Räder mangels Dämpfung vollführen, nimmt die Bodenhaftung ab. Spätestens hier sollten aus Sicherheitsgründen die Stoßdämpfer ausgetauscht werden. Wartet man noch länger, kann es so weit kommen, dass das Fahrzeug nach Unebenheiten noch einige Sekunden hin- und herwippt – die Kontrollierbarkeit des Wagens wird damit stark eingeschränkt.

Mit einer vergleichsweise kleinen Investition kann man den ursprünglichen Fahrkomfort wiederherstellen, und die Sicherheit erhöhen. Für einen Kompaktwagen kostet ein Satz guter, Gasdruck-Doppelrohrstoßdämpfer zwischen 200 und 300 Euro. Der Einbau durch den Fachmann wird, je nach dessen Stundensatz, weitere 100 Euro kosten.

von Timo Schulz
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