Auto-Anhängerkupplung nachkaufen und selber montieren
Sei es für den Umzug oder für den Campingurlaub: Eine Anhängerkupplung muss nicht ständig am Auto sein, sondern kann mit etwas handwerklichem Geschick auch nachträglich montiert werden.

Das Wichtigste ist, die dem eigenen Auto entsprechende Anhängerkupplung zu besorgen. Auch wenn das Verbindungsstück an sich standardisiert ist, ist die Anhängevorrichtung auf die "Anatomie" bestimmter Fahrzeuge zugeschnitten. Am besten erkundigt man sich beim Vertragshändler des Wagenherstellers, welche Modelle zulässig sind; wenn man das Modell kennt, kann man immer noch nach günstigeren Anbietern in Online-Portalen suchen.
Für den Einbau ist es von Vorteil, wenn man über einen Rangierwagenheber verfügt, um die Arbeiten am Unterboden komfortabler vornehmen zu können. Der Kofferraumboden muss herausgenommen, der Unterbodenschutz an der Befestigungsstelle abgeschabt werden. Darunter findet man meist ab Werk vorgekörnte Stellen für die Bohrlöcher. Nachdem man diese aufgebohrt hat, muss das Blech an der Stelle, an welcher der Unterbodenschutz entfernt wurde, wieder versiegelt werden. Hier legt man am besten eine Pause ein, um dem Schutzlack Zeit zum Trocknen zu lassen.
Der Hilfsrahmen wird in die Reserveradmulde gelegt und mit der Halterung für die Anhängevorrichtung an der Wagenunterseite verschraubt. Wenn man mit einem Drehmomentschlüssel arbeitet, kann man sicherstellen, dass die Bolzen nicht zu locker sind, dass aber auch keine Teile durch zu viel Spannung zu Schaden kommen. Nun muss man noch den Kabelbaum der Anhängerkupplung anschließen. Bevor man in den Kabelschächten des Autos arbeitet, sollte man zumindest den Negativpol der Batterie abgeklemmt haben. Die Lötstellen versiegelt man mit Isolierband. Die meisten heutigen Anhängerkupplungen sind mit dreizehnpoligen Steckern kompatibel; für ältere Anhänger mit Siebenpol-Steckern sind Adapter erhältlich. Wenn man nun die Stützlast der Anhängerkupplung sowie die Anhängernutzlast des Autos beachtet, kann man (mit maximal 80 km/h) auch größere Ladungen mit dem eigenen Auto transportieren.


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