Eine Brille kaufen - Worauf geachtet werden sollte
Bei der Auswahl einer neuen Brille müssen bestimmte Auswahlkriterien berücksichtigt w... mehr

Zwar machen viele Kinder ein bis zweimal pro Monat ins Bett, vom Bettnässen spricht man aber erst, wenn das Einnässen mehr als zweimal wöchentlich geschieht. Im Alter von fünf Jahren sollten Kinder eigentlich nachts aufwachen, wenn die Blase voll ist. Doch etwa jedes sechste Kind dieser Altersgruppe schläft weiter und merkt erst beim Aufwachen, dass das Bett bereits nass ist. Das Problem des Einnässens löst sich meistens mit der Zeit von alleine, doch leider nicht bei allen Kindern. Bettnässen ist vererbbar. War ein Elternteil Bettnässer, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind davon betroffen ist um 45%. In Fällen, in denen beide Elternteile Bettnässen aus eigener Erfahrung kennen, liegen die Chancen der Vererbung sogar bei 75%. Die Hauptursache von Enuresis liegt nicht in der Willensentscheidung des Kindes. Die Kontrolle über die Blase funktioniert noch nicht wie sie sollte, so dass das Kind nicht wach wird, wenn es nachts auf die Toilette muss. Als medizinische Ursachen kommen aber auch Nieren- oder Blaseninfektionen in Frage. In diesen Fällen steigt die nächtliche Urinproduktion. Seelische Ursachen liegen bei Stress, Kummer und emotionalen Problemen.
Hilfe zum Thema Bettnässen wird auf zahlreiche Art und Weise angeboten. Elektronische Weckmöglichkeiten sind Klingelhosen. Diese bemerken Nässe und schlagen bei Bedarf Alarm, so dass das Kind aufwacht. Bei 40% der Kinder funktioniert diese Methode, wenn sie über einige Monate angewandt wird. Auch Medikamente sind gegen das Bettnässen erhältlich. Sie wirken jedoch nur symptomatisch und sollten deshalb auch nur in besonderen Situationen, wie Auswärtsübernachtungen, zum Einsatz kommen. Eltern können ihren Kindern mit viel Verständnis entgegenkommen. Nächtliches Wecken wird von vielen Eltern als nervenaufreibend angesehen. Einige Eltern stehen nachts in einem 2-stündigen Rhythmus auf, um ihr Kind zu wecken oder auf die Toilette zu tragen. Gerade ältere Kinder leiden unter den damit verbundenen Schamgefühlen. Hilfe bietet Vorsorge: Die Matratze sollte mit einem Schutzbezug versehen werden. Ausreichend frische Bettwäsche und Schlafanzüge, sowie eine bereits bezogene Ersatzbettdecke in Reichweite helfen nachts beim Frischmachen des Bettes. Das Aufsuchen eines Arztes ist außerdem zu empfehlen.
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