Familie, Freunde & Hobby

rating
0 Bewertungen

Bis zu welchem Alter ist Bettnässen bei Kindern normal?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass auch ältere Kinder manchmal noch ins Bett machen. Nach Asthma ist Bettnässen die zweithäufigste Erkrankung bei Kindern. Eine volle Blase wird in diesen Fällen einfach nicht bemerkt.

bettnässen bei kindern
© Renata Osinska - Fotolia.com
Der Fachbegriff für Bettnässen lautet Enuresis. Statistisch gesehen sind im 1. Schuljahr noch 3-4 Kinder pro Klasse vom Bettnässen betroffen. Im 2. und 3. Schuljahr sind es nur noch 3 Kinder und bis zum 5. Schuljahr schrumpft die Zahl der Bettnässer pro Klasse auf 2 Kinder. Zahlreiche Studien wurden über das Bettnässen gemacht. Sie ergaben, dass die Prozentzahlen zwar mit dem Alter sinken, aber dennoch auch bei Älteren ein Anteil präsent ist. Bei den Jugendlichen sind immer noch 1 bis 2% von diesem Problem betroffen.

Zwar machen viele Kinder ein bis zweimal pro Monat ins Bett, vom Bettnässen spricht man aber erst, wenn das Einnässen mehr als zweimal wöchentlich geschieht. Im Alter von fünf Jahren sollten Kinder eigentlich nachts aufwachen, wenn die Blase voll ist. Doch etwa jedes sechste Kind dieser Altersgruppe schläft weiter und merkt erst beim Aufwachen, dass das Bett bereits nass ist. Das Problem des Einnässens löst sich meistens mit der Zeit von alleine, doch leider nicht bei allen Kindern. Bettnässen ist vererbbar. War ein Elternteil Bettnässer, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind davon betroffen ist um 45%. In Fällen, in denen beide Elternteile Bettnässen aus eigener Erfahrung kennen, liegen die Chancen der Vererbung sogar bei 75%. Die Hauptursache von Enuresis liegt nicht in der Willensentscheidung des Kindes. Die Kontrolle über die Blase funktioniert noch nicht wie sie sollte, so dass das Kind nicht wach wird, wenn es nachts auf die Toilette muss. Als medizinische Ursachen kommen aber auch Nieren- oder Blaseninfektionen in Frage. In diesen Fällen steigt die nächtliche Urinproduktion. Seelische Ursachen liegen bei Stress, Kummer und emotionalen Problemen.

Hilfe zum Thema Bettnässen wird auf zahlreiche Art und Weise angeboten. Elektronische Weckmöglichkeiten sind Klingelhosen. Diese bemerken Nässe und schlagen bei Bedarf Alarm, so dass das Kind aufwacht. Bei 40% der Kinder funktioniert diese Methode, wenn sie über einige Monate angewandt wird. Auch Medikamente sind gegen das Bettnässen erhältlich. Sie wirken jedoch nur symptomatisch und sollten deshalb auch nur in besonderen Situationen, wie Auswärtsübernachtungen, zum Einsatz kommen. Eltern können ihren Kindern mit viel Verständnis entgegenkommen. Nächtliches Wecken wird von vielen Eltern als nervenaufreibend angesehen. Einige Eltern stehen nachts in einem 2-stündigen Rhythmus auf, um ihr Kind zu wecken oder auf die Toilette zu tragen. Gerade ältere Kinder leiden unter den damit verbundenen Schamgefühlen. Hilfe bietet Vorsorge: Die Matratze sollte mit einem Schutzbezug versehen werden. Ausreichend frische Bettwäsche und Schlafanzüge, sowie eine bereits bezogene Ersatzbettdecke in Reichweite helfen nachts beim Frischmachen des Bettes. Das Aufsuchen eines Arztes ist außerdem zu empfehlen.

von Louis Maier
Gestellte Fragen: 0

Fragen zum Beitrag: “Bis zu welchem Alter ist Bettnässen bei Kindern normal?”

 

Kommentare

Bisherige Kommentare: 0

Video zum Thema: “Bis zu welchem Alter ist Bettnässen bei Kindern normal?”

Verwandte Artikel

18.05.2011

Bastelideen - für jede Jahreszeit die passende Dekoration basteln

18.05.2011

Der Vaterschaftstest im Visier von Wissenschaft, Justiz und Datenschutz:

18.05.2011

Geburtstagseinladungen

18.05.2011

Geburtstagsspiele

18.05.2011

Rutsche

18.05.2011

Stammbaum

18.05.2011

Wochenendspaß im Phantasialand? Hotels machen es möglich

Meistgelesen in dieser Rubrik

Meistgelesen
Empfehlungen