Wintergärten - Der Traum eines jeden Hausbesitzers
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Als erstes muss man sich einen Stamm der gewünschten Baumart aussuchen. Hierfür eignen sich Lärche, Fichte, Buche, Eiche und auch Zedernholz. Der Stamm muss gerad- und feinwüchsig sowie astfrei sein. Außerdem kann man vom Sägewerk die Baumrinde entfernen lassen, damit man sich damit nicht abmühen muss. Der erste Schritt besteht im Schneiden einer gleichmäßigen Baumscheibe. Diese kann unterschiedliche Breiten aufweisen, es sei denn, man legt auf exakt gleiche Schindeln wert. Diese Baumscheibe wird nun mittels des Schindelmessers und des Schlägels halbiert und geviertelt. Man kann die einzelnen Teile auch noch kleiner machen. Als Nächstes werden die Schindeln abgespalten bzw. gesägt. Die Methode hat Auswirkungen auf das spätere Aussehen der Oberfläche. Nun werden die Rohstücke in die Schindelbank gespannt und mit dem Ziehmesser und Schleifpapier bearbeitet, bis die Oberfläche die gewünschte Qualität aufweist. Als Säge kann die herkömmliche Motorsäge oder die Kreissäge dienen. Je nach Herstellungsmethode werden zwei Schindelarten unterschieden. Das sind die Spalt- und Säge- bzw. Brettschindeln. Bei Spaltschindeln wird der natürliche Faserverlauf nicht zerstört. Bei Säge- oder Brettschindeln wird dies nicht berücksichtigt. Gesägte Schindeln finden in der Wandgestaltung viele Anwendungen während Brettschindeln lediglich zum Dachdecken genutzt werden. Letztere sind am wenigsten haltbar und müssen oft gewartet werden.
In der Schindelherstellung empfiehlt es sich, ortsübliche Baumarten zu verwenden. Zum Beispiel Eiche im Norden des Landes. Üblicherweise werden Laubbäume verwendet. Bei Nadelhölzern eignen sich nur linksdrehende Baumarten. Das sind u.a. Fichten und Zedern. Die Linksdrehung bewirkt, dass sich das Holz bei der Bearbeitung gleichmäßig verdreht und seine Form behält. Holz streckt sich bei Nässe und liegt flach auf dem Dach, dadurch wird die Wasserundurchlässigkeit erreicht. Bei trockenem Wetter hingegen dreht es sich und es entstehen Wölbungen, durch die das Wasser im Holz besser abtrocknen kann. Aus diesem Grund werden an vielen Orten der Erde die Holzschindeln den Dachziegeln aus anderen Materialien vorgezogen. Solch ein Dach hat eine durchschnittliche Lebensdauer von bis zu 25 Jahren.
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