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Mit einer Hornhautverkrümmung sehen Patienten Gegenstände in ihrer Nähe wie in der Ferne verzerrt. Der Punkt in der Natur wird in der Wahrnehmung zum Strich oder Elipse. Die Ursache hierfür ist zumeist bei der Hornhaut des Auges zu suchen. Bei einer gekrümmten Hornhaut sieht die Hornhaut nämlich eher eiförmig und nicht wie eine Kugel aus. Durch unterschiedliche Krümmungskurven wird das Licht zum Beispiel in der Horizontalen anders gebrochen als in der Vertikalen. Folge ist die verzerrte Abbildung.
Um dem Abhilfe zu schaffen, muss ein optischer Ausgleich geschaffen werden für die Wölbung bzw. muss die Oberfläche der Hornhaut wieder an die Kugelform angenähert werden, damit sich alle Lichtstrahlen wieder korrekt im Brennpunkt treffen. Als Hilfsmittel können hierzu Brille und Kontaktlinsen herangezogen werden, und zwar mit so genannten Zylindergläsern, deren Lage vor dem Auge eine sehr genau definierte Richtung haben müssen. Aus diesem Grund wird auch der Korrekturwert für Brillen oder Kontaktlinsen mit dem Wert des Zylinders in Dioptrien angegeben und die Lage der Zylinderachse in Winkelgraden. Diese Informationen findet man im Brillenpass, den der Optiker zusammen mit der Brille ausgibt. Die durch die gekrümmte Hornhaut verursachte Weit- oder Kurzsichtigkeit wird ebenfalls im Brillenpass mit Dioptrien angegeben.
Eine andere Möglichkeit, Hornhautverkrümmungen zu Leibe zu rücken, ist eine Operation, bei der die Brechkraft der Hornhaut verändert wird, um einen Optimalzustand zu erreichen. Hierbei sollte man sich aber gut beraten lassen. Es kommt auch auf das Alter des Patienten an. Schließlich kann sich auch irgendwann eine Alterssichtigkeit einstellen, die die ganze Sachlage verändert. Andererseits haben auch schon viele Operierte berichtet, sie würden im nachhinein bereuen, solange mit der Operation gewartet zu haben.
Etwas anders sieht es bei Kindern aus. Hier sollte man frühzeitig, wie bei anderen Fehlsichtigkeiten auch, eine Brille zum Ausgleich der Fehlsichtigkeit einsetzen. Ansonsten kann sich eine lebenslange Sehschwäche ausbilden, weil das kindliche Auge niemals richtiges, scharfes Sehen lernt. Wenn nur ein Auge betroffen ist, besteht die Gefahr besonders, weil nach dem sechsten oder siebten Lebensjahr das Auge das vorher nicht Gelernte nicht mehr nachholen kann.
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Kommentare
Julianu [Gast]
Kann mir jemand sagen, wodurch eine Hornhautverkrümmung verstärkt wird?
Durch Bildschirmarbeit oder durch zu starke Brillengläser??
mfg