Krampfadern lasern und Venenprobleme dauerhaft beseitigen
Laut Studien haben 55 % der Bevölkerung in Deutschland Venenprobleme. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Zu den effektiven Behandlungsmöglichkeiten zählt das Laserverfahren. Es erspart eine aufwendige Operation.


Diese Venenerkrankungen sind meist genetisch bedingt und haben ihre Ursache in einer Bindegewebsschwäche. Sie treten bereits ab einem Lebensalter von 20 bis 30 Jahren auf. In der Mehrzahl betreffen sie Frauen. Die zweite Schwangerschaft gilt als ein zusätzlich auslösender Faktor. Sie verursachen anfänglich keine Beschwerden und entwickeln sich schleichend. Vor allem Menschen, die viel sitzen oder stehen, sind von der Erkrankung betroffen. Das Blut staut sich in den unteren Beinvenen und drückt auf das Gewebe.
Zu den modernen Behandlungsmöglichkeiten zählen das Radiowellenverfahren und das Laserverfahren. Beim Laserverfahren wird über einen Einschnitt am Unterschenkel oder am Innen- bzw. Außenknöchel die zu behandelnde Vene geöffnet. Dann wird ein Radiowellen- oder ein Laserkatheder unter Kontrolle im Ultraschall in die Vene eingeführt. Sie wird örtlich betäubt. Der Laserkatheder wird von einer Lichtleitfaser gebildet, an deren Kopf das Laserlicht entsteht. Das Laserlicht setzt eine erhebliche Wärmeenergie frei. Durch diese Hitze gerinnt das Blut in der Varize, die Innenwand der Vene verschrumpft und der Blutstrom wird unterbunden. Beim Radiowellenverfahren wird über eine Sonde und einen Generator Energie erzeugt, die die Venenwand verschließt. Die bei diesen Verfahren erzeugten Temperaturen liegen bei 60 bis 120 Grad Celsius.
Das Laserverfahren ist vor allem eine Alternative zur herkömmlichen Operation. Bei der Operation wird die betreffende Varize aus dem Bein entfernt. Die Vene wird praktisch aus dem Bein herausgezogen. Der Zugang zur Vene erfolgt durch kleine Einschnitte in der Leistenfurche und am Fußknöchel. Der Patient muss dazu einige Zeit Bettruhe im Krankenhaus einhalten, während er bei der Laserbehandlung ambulant in der Praxis eines spezialisierten Arztes behandelt werden kann und danach wieder nach Hause entlassen wird. Beim Laserverfahren entfällt normalerweise auch das über eine Woche hinausgehende dauerhafte Tragen von Kompressionsstrümpfen. Ernste Komplikationen sind beim Laserverfahren nicht zu befürchten. Die Behandlungserfolge sind nach Einschätzung der Ärzte sehr gut. Der Eingriff dauert etwa 60 Minuten und ist weitgehend schmerzfrei. Die Operation wird von den gesetzlichen Krankenkassen normalerweise übernommen, während das Laserverfahren privat abgerechnet werden muss. Die Kosten liegen bei etwa 1.000 EUR (Stand: 2011).

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