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Gefährlicher Eisenmangel bleibt oft unentdeckt!

Haarausfall, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und brüchige Fingernägel sind dabei noch die harmloseren Beschwerden, die bei Eisenmangel drohen.

Ein schwerer Fall von Eisenmangel kann sogar zur Blutarmut (Anämie) führen. Dass bedeutet, dass im Blut zu wenig Rote Blutkörperchen vorhanden sind. Bedingt wird das dadurch, dass Eisen für die Bildung des Blutfarbstoffes Hämoglobin benötigt wird - und ohne Hämoglobin keine Roten Blutkörperchen.

Aber bis derart drastische Symptome auftauchen, ist es oft ein langer Weg. Denn wird die empfohlene Tagesdosis an Eisen von 10 bis 15 Milligramm unterschritten, zapft unser Körper zuerst die eingelagerten Reserven an, die genau für diesen Fall bereitgehalten werden. Erst, wenn diese Vorräte aufgebraucht sind, kommt es zu den ersten (leichten) Symptomen. Das Problem ist, dass Eisen oft nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen wird. Allerdings gibt es auch spezielle Risikogruppen:

Risikogruppe: Frauen. Eisenmangel tritt besonders häufig bei Frauen auf. Das liegt zum einen an der Menstruation. Verliert man größere Mengen an Blut, kann das leicht zu einem Engpass bei der Bereitstellung von Eisen führen. Dementsprechend sind auch Menschen nach Unfällen, Operationen, oder einer Blutspende gefährdet. Aber auch schwangere oder stillende Frauen entwickeln häufig einen Eisenmangel, da sie über längere Zeit einen erhöhten Eisenbedarf haben (bedingt durch das Wachstum des Kindes), welcher oft nur unzureichend von der Nahrung gedeckt wird.

Risikogruppe: Kinder. Sie haben einen grundsätzlich erhöhten Eisenbedarf, da sie sich im Wachstum befinden, welcher zusätzlich die Eisenreserven im Körper belastet. Bei Kindern kann ein chronischer Eisenmangel im schlimmsten Fall zu Verhaltensauffälligkeiten und Wachstumsstörungen führen!

Risikogruppe: Sportler. Sie haben durch den erhöhten Sauerstofftransport und den erhöhten Energiebedarf ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Eisen, welcher nicht immer ausreichend gedeckt werden kann.

Risikogruppe: Vegetarier. Da Eisen vor allem in tierischen Nahrungsmitteln leicht für den Körper zu verwenden ist, während pflanzliche Quellen es dem Körper oft schwer machen, das Eisen aufzunehmen, sind Vegetarier oft ebenfalls gefährdet.

Sollte man den Verdacht haben, dass ein Eisenmangel vorliegt, ist es empfehlenswert, einen Arzt zu konsultieren. Unmengen von Spinat zu verzehren (wie eine bekannte Comicfigur), ist dagegen wenig hilfreich. Der dem Spinat nachgesagte extrem hohe Eisenanteil hat seinen Grund in einem Berechnungsfehler, bei dem wohl ein Komma verrutscht ist... Trotzdem bleibt Spinat aber sehr gesund und Eisenhaltig - nur nicht in dem Maße, wie es manchmal immer noch beworben wird.

 
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von Bernd Griebel 11.01.2008
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