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Nährwerttabelle – das Zerlegen von Nahrungsmitteln

Die Nährwerttabelle soll Abnehmwilligen als Hilfe dienen, besser zu überschauen, was und wie viel sie so zu sich nehmen. Hilft sie wirklich?

Nährwerttabellen zerlegen jedes denkbare Nahrungsmittel in seine Bestandteile. Soll heißen, mit Hilfe der Nährwerttabelle kann die interessierte Person ermitteln, wie viel Fett, wie viel Eiweiße, wie viel Kohlenhydrate und vor allen Dingen, wie viele Kalorien sich in jedem einzelnen Lebensmittel verstecken. Dies ist vor allem für Abnehmwillige von Interesse, die sich dadurch eine Hilfe erhoffen, ihre Kalorienzufuhr optimal überblicken zu können und ihren Kalorienbedarf nicht zu überdecken.

Doch wie aussagekräftig sind solche Nährwerttabellen wirklich. Wie wird der Kalorienanteil eines Lebensmittels festgestellt? Kalorie leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet im eigentlichen Wortsinn „verbrennen“. Und genauso wird der Kaloriegehalt von Lebensmitteln auch ermittelt. Die Nahrungsmittel werden in einem Kaloriemeter verbrannt. Während das Lebensmittel verbrennt, wird gemessen, wie viel Wärmeenergie dabei freigesetzt wird. Das Ergebnis dieser Verbrennung wird mathematisch umgedeutet, so dass man schließlich den Brennwert des Lebensmittels erhält.

Das Problem dieser Rechnung, sprich der Kalorienangabe ist aber, dass hier eine Genauigkeit vorgespiegelt wird, die eigentlich gar nicht gegeben ist. Diese Ungenauigkeit resultiert aus den Lebensmitteln selbst. Nicht jedes gleiche Lebensmittel hat auch den genau gleichen Brennwert bei gleichem Gewicht. Zu deutsch, Banane ist nicht gleich Banane. Um dieses Problem zu beseitigen, nimmt man den Mittelwert.

Neben diesen Problemen bei der genauen Ermittlung der verschiedenen Kaloriewerte einzelner Lebensmittel, muss man sich auch fragen, wie sinnvoll und umsetzbar das Abnehmen mit Hilfe einer Nährwerttabelle ist. Davon abgesehen, dass man jeden Bissen, den man über den Tag zu sich nimmt, protokollieren müsste, stellt sich auch noch das Problem, dass man nur selbst eingekaufte und verarbeitete Lebensmittel zu sich nehmen könnte, damit man wirklich genau weiß, was man gerade isst und die Kalorien überhaupt zu ermitteln sind.

Zudem müsste man auch immer wissen, wie viele Kalorien man an jedem Tag verbraucht hat, um abnehmen zu können, denn der Kalorienverbrauch des Menschen schwankt mit seiner Tagesaktivität. Wegen all dieser Ungenauigkeiten und Probleme sollte man Nährwerttabellen maximal als grobe Richtlinie und nicht als Maß aller Dinge benutzen, wenn man sein Gewicht reduzieren will.

 
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von Irina Maier  14.02.2008
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