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Übersäuerung des Körpers: Störung im Säure- und Basenhaushalt des Blutes

Die Ernährung des Menschen beeinflusst seine Gesundheit. So kann ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweißen, Fetten, Ballaststoffen oder Kohlenhydraten den Stoffwechsel erheblich stören.

Mit der Nahrung nimmt der Mensch die für die Körperfunktionen wichtigen Stoffe auf. Dabei handelt es sich um sogenannte säurebildende und basenbildende Nahrungsmittel. Zu den Säurebildern gehören unter anderem Fleisch, Milchprodukte und Fisch. Diese enthalten meist Mineralien wie Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod. Während des Verdauungsprozesses wandelt der Körper diese Mineralien in starke Säuren um. Bei den basischen Nahrungsmitteln handelt es sich um Obst und Gemüse. Kennzeichnend für diese ist, dass sie u. a. reich an verschiedenen Vitaminen, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen sind. Diese Stoffe bilden im Körper Mineralsalze, die zur Neutralisation der Säuren dienen. Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für den Anteil von Säuren und Basen im Blut. Allerdings ist das Verhältnis bei vielen Menschen nicht ausgewogen. Etwa 70% der täglichen Nahrungsmenge bestehen aus Produkten, die Säure bilden, und nur der geringe Anteil von 30% besteht aus Obst und Gemüse. Die Folgen für die Gesundheit können gravierend sein.

Um den Säuregehalt festzustellen, muss der pH-Wert des Blutes oder des Urins ermittelt werden. Allerdings ist der Blutwert genauer. Dieser Wert gibt das Verhältnis der Säuren und Basen an und wird nach der sogenannten pH-Skala eingeteilt. Diese umfasst einen Bereich von 0 bis 14. Liegt der Wert bei 0, wird dieser als stark sauer bezeichnet. Das bedeutet, dass das Blut zu viel Säure enthält. Ein stark basischer Wert ist 14. Der normale, ausgewogene Wert liegt bei etwa 7,3. Das menschliche Blut ist also leicht basisch. Für eine ordnungsgemäße Funktion aller körperwichtigen Organe ist dieser Wert maßgeblich. Um diesen Wert zu erhalten, kann z. B. das im Körper produzierte Kohlendioxid über die Lunge abgegeben werden. Eine andere Möglichkeit ist die Ausscheidung von Säuren oder Basen über den Urin. Allerdings dauert dieser Vorgang wesentlich länger. So kann es einige Tage dauern, bis der Bluthaushalt wieder in Ordnung ist.

Die Symptome einer Übersäuerung können verschieden sein. Von diesen sind einige auch für andere Erkrankungen charakteristisch. Zu den Symptomen können allergische Reaktionen, akute Erschöpfungszustände, Müdigkeit, Harnsteine, Probleme mit den Gelenken, Karies, Muskelkrämpfe, Nervosität oder auch Beschwerden der Verdauungsorgane gehören. Liegen derartige Beschwerden über einen längeren Zeitraum vor, sollte der pH-Wert bestimmt werden. Schnell und einfach geht das mit dem Urin und dem so genannten Indikatorstreifen aus der Apotheke. Der Test kann zu Hause durchgeführt werden und ausgewertet werden.

von Irina Maier
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