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Enthaarungscreme als Alternative zum Rasieren

Seit jeher gilt eine glatte, haarfreie Haut vor allen Dingen bei Frauen als erstrebenswertes Schönheitsideal. Um die lästigen Härchen loszuwerden, gibt es eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten.

enthaarungscreme
© Dmitry Ersler - Fotolia.com
Während Körperbehaarung bei Männern zumindest teilweise zum guten Ton gehört, sieht es bei Frauen ganz anders aus. Besonders an den Beinen, unter den Achseln oder in der Bikinizone gilt Körperbehaarung eher als unschön und lästig. Die Entfernung der Körperbehaarung an dieser Stelle ist für viele Frauen deswegen bereits seit Jahrhunderten besonders wichtig. Und dafür gibt es die verschiedensten Möglichkeiten - die Rasur ebenso wie die Behandlung mit Warmwachs oder das Epilieren. Immer beliebter, da vergleichsweise gründlich und absolut schmerzfrei, wird das Enthaaren mithilfe von speziellen Cremes, Lotions oder Schaum. Der Effekt und die Wirkungsweise sind dabei immer gleich. Denn in jedem Fall wird das Präparat auf die Haut aufgetragen, wo es maximal zehn Minuten einwirken muss.

Egal, ob Schaum, Lotion oder Creme, in den Enthaarungsprodukten befinden sich schwefelhaltige Substanzen, sogenannte Thioglykolsäuresalze. Diese schwefelhaltigen Substanzen greifen das Keratin im Haar an, das unter normalen Umständen für stabiles Haar sorgt. In den Enthaarungsprodukten greift die Säure die Disulfidbrücken und die Peptidbindungen des Keratins an und spaltet sie auf. Das hat zur Folge, dass der Teil des Haares, der außerhalb der Haut liegt und so mit dem Präparat in Verbindung kommt, sich auflöst und damit von der Wurzel getrennt wird. Nach einer kurzen Einwirkzeit des Enthaarungsmittels können diese abgetrennten Haare dann mit einem speziellen Spachtel und mithilfe von warmem Wasser abgeschabt werden. Nachbehandlungsprodukte, die "sauer", also mit einem ph-Wert von 4, eingestellt sind, helfen dabei, die Wirkung des Enthaarungsmittels zu neutralisieren und Hautirritationen zu vermeiden. Die Wirkung dieser Haarentfernungsmittel hält etwa zehn Tage an, danach wachsen die Haare sehr fein wieder nach und die Behandlung muss wiederholt werden. Der Vorteil: Auch wenn der Erfolg lediglich zehn Tage anhält, da bei einer solchen Methode die Wurzeln der Haare nicht mit vernichtet werden, ist diese Art der Enthaarung meist wesentlich gründlicher als eine Rasur.

Bevor große Körperstellen mit einem Enthaarungspräparat behandelt werden, sollte das Präparat zunächst an einer kleinen Hautstelle getestet werden, da es mitunter zu Hautunverträglichkeiten aufgrund der enthaltenen Säure kommen kann. Aus diesem Grund sollte eine Anwendung im Gesicht oder in der Bikinizone auch möglichst vermieden oder nur mit großer Vorsicht durchgeführt werden. Ebenso wie der Kontakt von Creme, Lotion oder Schaum mit den Schleimhäuten, da dies auf jeden Fall Hautirritationen oder sogar allergische Reaktionen auslösen kann.

von Sofia Müller
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