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Antibiotika Unverträglichkeit - da gibt es viele Mittel

Eine Unverträglichkeit richtet sich glücklicherweise nicht gegen alle Antibiotika. So kann sie durch den Wechsel des Medikaments überwunden werden, und der Patient kann doch noch durch sie geheilt werden.

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© Radu Razvan - Fotolia.com
Die Entwicklung des Penicillins, des Urvaters der Antibiotika, geht maßgeblich auf den Forscher Alexander Fleming zurück, der die antibakterielle Wirkung 1928 in London beobachtete. Erst zehn Jahre später wurde die therapeutische Wirkung des Penicillins genauer untersucht. Doch erst die weniger schönen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs mit der großen Gefahr, an Wundinfektion zu sterben, brachte den Durchbruch. Penicillin konnte wirksam gegen Infektionen eingesetzt werden.

Danach war Penicillin jahrelang ein oft eingesetztes Mittel gegen Infektionen, auch gegen leichte Infektionen wie Grippe. Doch auch die Bakterien blieben nicht tatenlos. Sie entwickelten sich ebenfalls weiter und wurden gegenüber Penicillin resistent. Dies hatte zur Folge, dass man andere Antibiotika entwickeln musste, die diese Resistenz überwanden. Vor allem aber wurde man sparsamer mit der Gabe von Antibiotika, damit die heilende Wirkung für die besonders gravierenden Fälle erhalten blieb.

Die Unverträglichkeit kann sich darin zeigen, dass der Patient eine Allergie gegen das Medikament bekommt. Antibiotika können in einzelnen Fällen auch dadurch problematisch werden, dass sie die im Verdauungstrakt vorkommenden nützlichen Bakterien abtöten und dadurch schwere Durchfälle, Flüssigkeitsverlust, Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.

Ganz auf Antibiotika verzichten kann man allerdings nicht. Es gibt Erkrankungen wie Lues, Hirnhautentzündung oder Borreliose, die ohne Antibiotika nicht oder nur sehr viel schwerer behandelt werden können. In diesen Fällen kann man auf die Gabe von Antibiotika nicht verzichten. Da es inzwischen aber nicht nur Penicillin, sondern auch zahlreiche andere Arten gibt, kann man in der Regel durch den Wechsel des Medikaments eine Unverträglichkeit vermeiden. Antibiotika müssen übrigens immer auch nach dem Abklingen der Erkrankung noch genommen werden.

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