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Diagnose Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann heute sehr gut mit Medikamenten behandelt werden, die man allerdings meist ein Leben lang einnehmen muss.

Wer sich immer schlapp und träge fühlt, obwohl er eigentlich ausgeruht ist, der sollte mit seinem Hausarzt einmal darüber sprechen. Dieser wird mit Sicherheit eine Blutuntersuchung ansetzen, bei der man schnell und einfach herausfinden kann, ob die Ursache dafür eventuell eine Schilddrüsenunterfunktion ist.

Dabei fehlen dem Körper bestimmte Hormone, die den Kreislauf ankurbeln. Deshalb sollte man auch bei Kindern ein wachsames Auge darauf haben und die Vorsorgeuntersuchungen unbedingt wahrnehmen, in deren Rahmen auch die Funktion der Schilddrüse mit kontrolliert wird. Schon manches Kind, das lange als faul und träge eingestuft wurde, konnte mit einer entsprechenden Medikation durch Thyroxine und Trijodthyronine aktiviert werden.

Geschieht das nicht, kann es zu deutlichen Entwicklungsdefiziten kommen. Umgedreht wurde bei vielen hoch nervös erscheinenden Kindern, die von den Betreuern als überaktive Zappelphillippe abgestempelt wurden, eine Schilddrüsenüberfunktion als Ursache diagnostiziert werden. Doch hier gibt es häufig auch sichtbare Veränderungen am Hals, was bei der Schilddrüsenunterfunktion meistens nicht der Fall ist.

Als eine der Ursachen für diese Erkrankungen wird die häufig ungesunde Ernährung angesehen, bei der nicht die durchschnittlich pro Tag notwendige Menge an Jod aufgenommen wird. Einfachstes Hilfsmittel ist die Verwendung von jodiertem Salz, was jeder Lebensmittelmarkt in seinem Angebot hat.

Man geht davon aus, dass von tausend Neugeborenen zwei mit einer Schilddrüsenunterfunktion zur Welt kommen. Etwa ein Prozent der Menschen bekommen diese Erkrankung im Kindesalter, wobei zuerst ein deutlich verringerter Bewegungsdrang auffällt. Bei Erwachsenen stellt sich zuerst eine Antriebsschwäche mit verminderter Leistungsfähigkeit ein.

Häufig verändert sich auch die Psyche der Betroffenen. Sie geraten ohne erkennbare äußere Ursachen in Depressionen, aus denen sie ohne Hilfe nicht herausfinden. Auch die Frequenz des Ruhepulses verlangsamt sich, der Blutdruck sinkt und die Betroffenen frieren sehr schnell. Auch eine Verminderung der Gedächtnisleistung kann mit einer Schilddrüsenunterfunktion einhergehen. Auch vermindertes Interesse an Sexualität kann seine Ursache in einer Fehlfunktion der Schilddrüse haben.

 
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von Franz Miltner  04.09.2008
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