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Erwachsene Bettnässer – Ursachenfindung und Therapie

Nicht nur Kinder können Bettnässer sein. Es gibt auch erwachsene Bettnässer. Bei bettnässenden Kindern regelt sich das Problem aber meist von selbst, wenn sie das Schulalter erreicht haben.

erwachsene bettnässer
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Erwachsene Bettnässer sind meist einer großen Belastung ausgesetzt. Es ist nicht nur peinlich, nachts Urin zu verlieren. Es ist auch belastend für die Partnerschaft und die Sexualität, da sie entweder in das Bett nässen oder nachts eine Windel tragen müssen. Es gibt eine lange Liste möglicher Ursachen. Deshalb sollten sich erwachsene Bettnässer in jedem Fall von einem Urologen untersuchen lassen.

Erwachsene wachen grundsätzlich nachts auf, wenn sie auf die Toilette müssen. Einige schaffen dies aber nachts nicht. Grund dafür könnte eine verzögerte Reifung sein. Der Reflex aufzuwachen, wenn die Blase voll ist, entwickelt sich nämlich in der Kindheit. In manchen Fällen können Medikamente helfen, die Urinproduktion zu verlangsamen und die Blasenkapazität zu verbessern. Eine weitere mögliche Ursache ist, dass das antidiuretischen Hormon nachts zu wenig vorhanden ist und deshalb der Urin nachts ungehindert fließt. Dieses Hormon ist nachts für die Verlangsamung der Urinproduktion zuständig. Die Einnahme eines Medikaments hilft, dieses Hormon nachzubilden. Bei anderen erwachsenen Bettnässern arbeitet die Blase zu aktiv. Tagsüber fällt es den meisten betroffenen Menschen nicht auf, da dann der Verstand über den Toilettengang wacht. Möglich ist auch, dass die Blasenkapazität nachts nicht ausreicht, um den Urin zu halten. In anderen Fällen schläft der Patient so fest, dass er noch nicht einmal wach wird, wenn er auf die Toilette muss. In diesem Fall könnte es hilfreich sein, sich nachts einen Wecker zu stellen. Teilweise kann die Ursache auch in seelischen Problemen liegen.

Eltern können ihre Kinder beim Trockenwerden unterstützen, indem sie die ersten Erfahrungen mit der Toilette angenehm gestalten. Die Flüssigkeitszufuhr am Abend zu verringern, ist keine gute Möglichkeit, um das Bettnässen zu vermeiden. Durch die Verringerung der Flüssigkeitszufuhr am Abend kommt kein oder nur kaum Urin in die Blase, sodass man nachts nicht auf die Toilette gehen muss. Leider kommen zu den seelischen Belastungen, die für den Bettnässer entstehen, auch hohe Kosten auf den Patienten zu. Die Hilfsmittel für die Versorgung der Inkontinenz werden nicht von jeder Krankenkasse erstattet.

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