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Hämorrhoiden sind lästig aber lassen sich gut behandeln

Hämorrhoiden sind ein lästiges Leiden, von dem grosse Teile der Bevölkerung betroffen sind. Vor allem ältere Menschen leiden unter der Venenerweiterung.

Hämorrhoiden sind lästig und schmerzhaft, und es wird nicht gerne über dieses Tabuthema gesprochen, obwohl zahlreiche Menschen darunter leiden. Auch junge Leute sind von diesem häufig auftretenden Leiden nicht ausgeschlossen, obwohl es verstärkt bei älteren Menschen zu finden ist. Etwa fünfzig Prozent der über 50jährigen leidet unter Hämorrhoiden.

Hämorrhoiden sind bis zu walnussgrosse Erweiterungen der Venen, die an der Schleimhaut von After oder Mastdarm sitzen. Sie werden auch Hämorrhoidalvenen genannt. Diese Erweiterungen können sich entzünden oder auch anfangen zu bluten, was äusserst schmerzhaft sein kann. Die Erweiterungen können durch eine angeborene Venenwandschwäche entstehen, oder auch bei einer überwiegend sitzenden Lebensweise, bei der sich das Blut in den Bereichen von After und Mastdarm staut. Aber auch Stuhlverstopfung, stark gewürzte Kost und häufiger Alkoholkonsum können die Ursache von Hämorrhoiden sein.

Bei der Behandlung von Hämorrhoiden unterscheidet man operative und nichtoperative Methoden, de je nach Schwere der Ausprägung des Leidens zum Einsatz kommen. Bei einer nichtoperativen Behandlung kann die Zufuhr von Ballaststoffen die Symptome zum Teil verbessern. Auch Sitzbäder und bestimmte Salben können eine Besserung der Symptome zur Folge haben. Hämorrhoiden können auch durch die Injektion einer speziellen Flüssigkeit verödet werden. Die lokale Durchblutung wird hierdurch gestoppt und die Hämorrhoiden schrumpfen. Diese Behandlung wird in der Regel ambulant durchgeführt und man benötigt drei Behandlungen in einem Abstand von etwa vier bis sechs Wochen. Hämorrhoiden, die innerhalb des Mastdarms liegen, können ambulant durch die sogenannte Gummibandligatur geheilt werden. Hierbei legt der Arzt ein enges Gummiband um die Hämorrhoiden und der abgebundene Knoten fällt nach wenigen Tagen ab. Er wird mitsamt dem Gummiband unbemerkt mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Der Eingriff verursacht für gewöhnlich keine Schmerzen und benötigt daher normalerweise keine Anästhesie. Für eine vollkommene Heilung werden drei oder mehr Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen benötigt.

Weitere chirugische Eingriffe zur Entfernung von Hämorrhoiden können unter Lokal- oder vollnarkose durchgeführt werden. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Hämorrhoiden bereits relativ gross sind. Sie werden am besten behandelt, indem das Geflecht aus Venen und Arterien in Mastdarm und After operativ entfernt wird. Hierfür gibt es verschiedene Operationsmethoden.

 
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von Walter Korgert 14.01.2008
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