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Pandemien & Seuchen: die Geißeln der Menschheit

Es ist ein scheinbar endloser Kampf gegen einen Gegner der mit dem bloßen Auge unsichtbar ist: Bakterien und Viren. Ein kleiner Überblick der verheerendsten Seuchen seit 1900.

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© Alexander Raths - Fotolia.com
Pandemien sind Krankheiten die sich über Länder- und Kontinetgrenzen hinweg ausbreiten. Es gab sie noch bevor der Begriff dazu enstanden ist: seit Angebinn der Menschheit treten immer wieder Krankheiten auf die sehr viele Leute infizieren, wobei besonders jene Pandemien mit vielen Toten im Gedächnis bleiben. Die wohl bekannteste Krankheit / Pandemie ist die “Pest”, mit Millionen von Opfern in den letzten beinahe 1000 Jahren. Im Vergleich zur Pest ist die seit den 1980er Jahren andauernde, und selten so bezeichnete, Pandemie AIDS. An AIDS sind seit etwa 1980 geschätze 35-37 Millionen Menschen gestorben und aktuell erkrankt. In den Medien wird meist nur dann von einer Pandemie gesprochen wenn der Krankheitsverlauf schwer und die Sterblichkeit, vorallem die Anzahl der Erkrankten und Gestorbenen, hoch ist.

Man darf jedoch nicht außer Acht lassen dass allein aufgrund der heute lebenden Anzahl von Menschen, trotz der enormen medizinischen Fortschritte, wahrscheinlich immer eine größere Zahl von Menschen bei Pandemien erkranken wird als beispielsweise noch vor 200 Jahren. Moderne kontinentübergreifende und schnelle Verkehrsmittel wie beispielsweise das Flugzeug beschleunigen die Verbreitung von Krankheiten, so dass die Wahrscheinlichkeit von Pandemien steigt.

Die tödlichste, gemessen an der Anzahl innerhalb von nur 2 Jahren, Pandemie des 20. Jahrhunderts zwischen 1918 und 1920 war die Spanische Grippe mit geschätzten 25-100 Millionen Toten. Aufgrund der Nachwirkungen des ersten Weltkrieges ist keine genaue Schätzung möglich, die Mindestanzahl der Todesopfer wird jedoch offiziell auf 25 Millionen geschätzt.

Gefolgt wird von der dritten und derzeit letzten Pestpandemie zwischen 1896 und 1945 mit 12-15 Millionen Todesopfern.

Weitere Pandemien grassierten von 1957-1958 (Asiatische Grippe) und zwischen 1968-1970 (Hongkong-Grippe) und verursachten zusammengerechnet etwa 4 bis 8 Millionen Opfer.

Vergleichsweise harmlos sind die in den 2000er Jahren aufgetretenen Pandemien wie beispielsweise Vogel- oder Schweinegrippe mit “nur” einigen hundert Toten.

Oftmals dauert es Jahre oder Jahrzehnte bis eine Pandemie (mit einer hohen Wahrscheinlichkeit) vollständig und erfolgreich beendet wird. Bestes Beispiel hierfür sind die Pocken. 1980 wurde die Welt offiziell als Pockenfrei erklärt, nachdem allein in der Zeitspanne zwischen 1900 und 1980 weltweit über 500 Millionen Menschen den Pocken an einer Pockenerkrankung gestorben sind. Die Pockenpandemie hat in der Menschheitsgeschichte somit die meisten Todesopfer gefordert.

Pandemien und Krankheiten haben die Menschheitsgeschichte sehr geprägt. Die enormen Fortschritte in der Medizin, alleine in den letzten hundert Jahren, geben jedoch Grund zur Hoffnung, dass wir den Kampf gegen Krankheiten schlussendlich gewinnen können.

von Michael Vogt
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