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Unangenehme Erscheinung: Blähungen

Blähungen können einen schon mal in sehr unangenehme Situationen bringen, auch wenn sie ein ganz natürlicher Vorgang sind.

blähungen
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Der Mediziner bezeichnet die Blähungen als Flatulenzen, was abgeleitet ist von der lateinischen Bezeichnung „flatus“ für Wind. Die Winde der Säugetiere entstehen im Verdauungstrakt. Dort werden bei der Zersetzung der verschiedenen Nahrungsbestandteile Gase freigesetzt, die im Normalfall über den Stoffwechsel in den Blutkreislauf gelangen und zur Lunge transportiert werden. Dieser Transportweg hat aber nur eine beschränkte Kapazität und wenn durch bestimmte Ernährungsgewohnheiten oder krankhafte Veränderungen mehr Gase im Verdauungssystem produziert werden, müssen sie auf anderen Wegen den Körper verlassen.

Der im Magen entstehende Anteil wird zu einem großen Teil über Aufstoßen ausgeschieden, während der Überschuss im Darm als Flatulenzen bezeichnet wird und in Form von Winden durch den After abgehen. Von den Darmbakterien werden vor allem Methan, Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff und Schwefelgase produziert. Vor allem der Methan- und Schwefelgasanteil sorgt für die teilweise heftigen Gerüche.

Verursacht werden die Gasüberschüsse in der Hauptsache durch verschiedene Zuckerbestandteile, die der Körper nicht in den Stoffwechsel aufnehmen kann. Sie finden sich in hoher Konzentration vor allem in Hülsenfrüchten. Auch daher der im Volksmund weit verbreitete Spruch „Jedes Böhnchen bringt ein Tönchen.“. Doch auch die verschiedenen Kohlarten führen oft zu Blähungen. Weniger bekannt ist, dass auch Knäckebrot, Eier und Wassermelonen zu überdurchschnittlichen Gasansammlungen im Darm führen können.

Die zumeist harmlosen Winde verursachen oft ein deutliches Spannungsgefühl im Bauch. Extreme Blähungen können zu Einschränkungen des Lungenvolumens führen und auch die Tätigkeit des Herzens beeinflussen. Ein paar kleine Hausmittel helfen, den Druck abzubauen. Die einfachste Form ist eine leichte Bauchmassage, die von der oberen Bauchmitte beginnend zur linken Seite hin verlaufend erfolgen sollte. Damit werden die überschüssigen Gase schneller Richtung Ausgang befördert.

Und was bei den Babys hilft, leistet auch den Erwachsenen gute Dienste: der Kümmeltee. Werden Flatulenzen allerdings auch beim Vermeiden bestimmter Speisen zur Belastung, sollte ein Arzt aufgesucht werden, der dann testet, ob eventuell eine Nahrungsmittelunverträglichkeit die Ursache ist.

 
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von Oliver Lemke  04.09.2008
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