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Eine Verletzung am Meniskus heilt nicht selbstständig ab, sondern muss immer operativ behandelt werden. Das liegt daran, dass der Meniskus nur zu einem kleinen Teil nahe dem Knorpelansatz durchblutet und somit regenerationsfähig ist. Innerhalb dieses Teils könnte ein Meniskusriss durchaus genäht werden und würde wieder verwachsen. Die Areale außerhalb des Knorpelansatzes jedoch müssen bei Beschädigungen direkt entfernt werden. Die allgemeine Funktionsfähigkeit des Meniskus wird dadurch nicht beeinträchtigt.
In erster Linie wird immer versucht den Meniskus zu erhalten, denn er besitzt eine Puffer- und Stabilisierungsfunktion in Kniegelenk und entlastet somit den gesamten Bewegungsapparat.
Die Arthroskopie ist eine häufig eingesetzte Untersuchungsmethode an die eine notwendige Meniskusperation sofort und ohne weitere Schnittführung angeschlossen werden kann. Die Arthroskopie ist eine Form der Gelenkspiegelung. Über einen ca. 5 Milimeter langen chirurgischen Schnitt am Knie wird das Arthroskop an dieser Stelle eingeführt und über die integrierte Mikrokamera kann der Chirurg das Ausmaß des potentiellen Operationsbedarfs ermitteln. Sollte ein Eingriff notwendig sein, kann über diese Technik sofort operiert werden. Das heisst Diagnose und Therapie werden in einem Arbeitsschritt durchgeführt.
Nach der Meniskus Operation verbleiben kaum Narben, da keine großen Schnitte notwendig gemacht werden. Diese Operationsmethode hat den Vorteil, dass der Patient bereits kurz nach der Knie-OP wieder völlig beschwerdefrei ist, sofern keine zusätzliche Arthroseerkrankung, eine Kreuzbandverletzung oder eine andere Verletzung des Kniegelenks vorliegt.
Maximal ist zum Belastungsausgleich noch für den Zeitrahmen von 2 Wochen das Tragen einer Schiene anzuraten. Bei früheren Meniskusoperationen folgten langwierige Ruhigstellungen des Knies über mehrere Wochen. Der Patient ist innerhalb 3 - 6 Wochen wieder voll arbeitsfähig und kann sich nach ungefähr einem halben Jahr wieder sportlich betätigen.
Die Arthroskopie ist risikoarm, Infektionen können nahezu ausgeschlossen werden, da die Wunde während der Operation permanent gespült wird. Wie nach jeder Operation müssen zur Thrombosevorbeugung Kompressionsstrümpfe getragen und gegebenenfalls die ersten Tage Heparin gespritzt werden. Gelegentlich kann es durch die Durchtrennung eines Nervs an der Operationsstelle zu Taubheitsgefühlen führen.
Markus Tjoa
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