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Gicht - Stoffwechselstörung durch erhöhten Harnsäurespiegel

Neben Gelenkschmerzen können auch Gelenk- und Nierenerkrankungen auftreten. Frühzeitige Erkennung und Behandlung sind sinnvoll und notwendig.

harnsäurespiegel
© Peter Atkins - Fotolia.com

Die Gicht ist ein Begriff für eine Stoffwechselstörung und der daraus folgenden Erkrankungen. Der Ursprung ist immer ein Überschuss von Harnsäure im Körper. Zur Gicht gehört Stoffwechselerkrankung Hyperurikämie (erhöhter Harnsäurespiegel). Die Krankheit befällt verschiedene Gelenke, aber am Häufigsten das Großzehengelenk. Die Harnsäurekristalle zeigen sich des Weiteren in verschiedenen Geweben.

Es erkranken mehr Männer als Frauen. Ein Anfall äußert sich in der Entzündung eines Gelenks. So etwas tritt oft in den Lebensjahren zwischen 40 und 60 auf. Daraus folgen in vielen Fällen auch Übergewicht oder die Diabetes mellitus. Weiterhin leiden Patienten unter erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck.

Die Ursache liegt wie bereits erwähnt im erhöhten Harnsäurewert. Wir nehmen Harnsäure mit der Nahrung auf aber auch unser Körper selbst produziert sie. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Nieren. Ärzte trennen zwei Ursprünge der Krankheit. Zum Einen die Primäre Form, welche eine angeborene Störung des Stoffwechsels ist. Hervorgerufen durch eine Fehlfunktion der Niere.

Zum Anderen die Sekundäre Form, wobei unterschiedliche Symptome zu beobachten sind. Zum Beispiel: erhöhter Harnsäurewert Mehrere Auslöser sind möglich, zum Beispiel: Nierenerkrankung, Tumore, Blutarmut (Anämie), aber auch Diabetes melitus. Potentielle Gichtpatienten können auch durch harntreibende Medikamente, Alkoholgenuss (hauptsächlich Bier) aber auch durch Fasten einen Gichtanfall erleiden.

Eine Erkrankung beginnt meist mit einer starken Entzündung des Großzehengelenks. Diese ruft starke Schmerzen, eine Rötung und Schwellung mit der Überwärmung des Gelenks hervor. Jede Bewegung tut weh. Wenn der Anfall akut ist, kann er auch durch Fieber begleitet werden. Die Krankheit muss in diesen Anfängen behandelt werden, sonst können sich Harnsäurekristallen in den Geweben wie zum Beispiel in der Ohrmuschel und auch in Organen (Niere) ablagern.

Es empfiehlt sich bei ersten Anzeichen sofort einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird in der Regel eine Blutuntersuchung durchführen und weist die eventuelle Erkrankung nach. Bei akuter Erkrankung zeigt die Untersuchung nicht nur den erhöhten Wert, außerdem noch hohe Entzündungswerte im Körper. Es kann sogar zu Langzeitschäden der Gelenke kommen.

Die Therapierung sieht wie folgt aus. Bei einem akuten Anfall gilt es mit Medikamenten die Schmerzen möglichst schnell zu lindern. Colchicin, entzündungshemmende Mittel sowie kühlende Umschläge auf den betroffenen Stellen werden kombiniert. Meist zeigt sich eine erhebliche Verbesserung schon nach weniger Stunden. Längerfristig soll natürlich der Spiegel neutralisiert werden. Der Patient sollte täglich eine außreichende Menge Flüssigkeit trinken (mind. 2 Liter) und sein evtl.

Übergewicht reduzieren. Außerdem muss sich der Patient auf eine fleischarme Ernährung einstellen. Risikoreiche Lebensmittel in diesem Fall sind: Innereien, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte. Übermäßiger Alkoholgenuss wirkt sich negativ auf die Harnsäurekonzentration aus. Medikamente werden zusätzlich eingenommen. So werden akute Gichtanfälle vermieden.

 
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