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Der Sauna-Aufguss bringt Sie erst richtig ins Schwitzen

Der Sauna-Aufguss ist für viele Saunafreunde das Salz in der Suppe beim Saunieren. Getoppt werden kann er noch durch unterschiedliche aromatische Zusätze

sauna aufguss
© Hanspeter Valer - Fotolia.com

Sauna-Aufguss gehört wie die Hitze zum Saunieren. Unter Sauna-Aufguss ist aber nicht der aromaangereicherte Zusatz zu verstehen, sondern lediglich das Aufgießen des Wassers auf die heißen Steine im Saunaofen. Der Zusatz ist eine Beigabe aus Aromastoffen mit unterschiedlichen Wirkungen. Der Sauna-Aufguss nennt sich auch Dampfstoss, weil das aufgegossene Wasser wieder als Dampf von den heißen Steinen in den Saunaraum zurückgestoßen wird. In Finnland, dem Mutterland der Sauna, heißt er Lövlv und bedeutet passenderweise Gluthauch.

Nach dem Sauna-Aufguss erhöht sich urplötzlich die Luftfeuchte und damit die gefühlte Temperatur. Der Wasserdampf ist nämlich ein guter Träger und Vermittler der Hitze. Nach dem Aufguss wird der Wasserdampf durch Wedeln mit dem Handtuch im Saunaraum verteilt. Die Wirkung ist oft so, dass dem Saunafreund eine Wand von Hitze entgegenschlägt und er sie am gamzen Körper zu spüren bekommt. Das ist das eigentliche Vergnügen für Saunafans. Am stärksten bekommen diejenigen, die in den oberen Rängen der Sauna sitzen, die Hitzewelle zu spüren, da sich dort auch die Luft am stärksten anfeuchtet und der Wasserdampf vom Aufguss zuerst hin verzieht.

Es wird so viel Hitze frei gesetzt, wie das kalte Wasser den heißen Steinen entzogen hat. Der Hitzereiz entsteht aber nicht nur durch den heißen Dampf, sondern zusätzlich durch die fehlende beziehungsweise unterbrochene Kühlung auf der Haut, die durch die Verdunstung des Schweißes verursacht wird.

Normalerweise haftet auf der Haut eine Isolationsschicht, die durch das Wedeln nach dem Aufguss sozusagen weggerissen wird. Der Effekt ist gleichfalls eine spürbare Hitzwelle auf der Haut. Fünf Minuten nach dem Aufguss herrscht wieder eine Luftfeuchte wie davor, weil der Wasserdampf von dem Holz aufgenommen wurde.

Ein Sauna-Aufguss kann unterschiedlich dosiert werden. Die Menge richtet sich nach der Größe des Saunaraumes. In der Regel gilt: 10 bis 15 g pro Kubikmeter Saunaraum. Ausgesprochene Aufgussfreunde legen deutlich mehr auf - bis zu mehreren Litern. Auch die Aufguss-Intervalle sind unterschiedlich. In öffentlichen Saunen werden stündlich oder halbstündlich die Hitzewellen losgebrochen. Für private Saunierer ist das kein Muss. Doch Vorsicht bei überdosierten Sauna-Aufgüssen. Es drohen nicht nur Kollaps, sondern auch Verbrühungen. Ein Aufguss sollte sachgemäß durchgeführt werden, denn nicht selten entstehen Saunabrände besonders in Verbindung mit Aufgussaromen.

 
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von Emelie Neumann 04.03.2008
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