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Parodontitis und Zahnprophylaxe

Was ist Parodontitis?

Die eigenen Zähne können heute dank Prophylaxe und medizinischem Fortschritt bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Wichtig ist allerdings, dass das, was den Zahn an seinem Platz im Kiefer hält, gesund und vollständig ist. Zwei von drei Erwachsenen leiden heute an einer bakteriellen Erkrankung des Zahnhalteapparates, der Parodontitis. Diese Krankheit beginnt in den meisten Fällen mit einer Zahnfleischentzündung und wird oft viel zu spät erkrankt. Die Entzündung wird durch Plaque (Bakterienbeläge) in den Zahnzwischenräumen und am Rand des Zahnfleisches bewirkt und ist an Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen erkennbar. Parodontitis führt –von den Betroffenen oft lange unbemerkt – zu Knochenverlust, Zahnfleischrückgang (die Zähne erscheinen länger) und Zahnlockerungen. Wie bei fast allen Krankheiten gilt auch bei Parodontitis: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto schneller haben Behandlungsmaßnahmen Erfolg. Vorsorge ist besser als Heilen

Prophylaxe fängt mit der richtigen Pflege der Zähne an. Bei einem sauberen Zahn haben weder Karies noch Parodontitis kaum eine Chance. Regelmäßiges richtiges Zähneputzen mit einer fluorhaltigen Zahnpasta sollte nach den Mahlzeiten, mindestens jedoch nach dem Frühstück und dem Abendessen, erfolgen. Die Zahnzwischenräume müssen mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen gesäubert werden.

Zur optimalen Vorsorge gehört halbjährlich eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. hierbei werden die Beläge auf den Zahnoberflächen, in den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen mit Ultraschall, besonderen Handinstrumenten und Zahnseide professionell gereinigt. Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Zigaretten werden mit einem Pulverstrahlgerät entfernt und die Zähne anschließend auf Hochglanz poliert. Selbstverständlich gehört zu dem Prophylaxe-Besuch in der Zahnarztpraxis auch eine gründliche Untersuchung des Gebisses. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen z. B. die Kosten für einen ein Parodontalstatus (PAR-Status). Hierzu werden die Taschentiefen aller Zahnfleischtaschen mit eine Parondontalsonde (PA Sonde) ermittelt. Die gemessenen Werte werden in die Zahnarzt-Software übertragen und dort ausgewertet. Die PA Sonde Periocontrol ermöglicht beispielsweise die automatische Übermittlung der Daten an den Zahnarzt-PC. Eine spezielle Zahnarztsoftware wertet die Daten so aus, dass sie auch für den Patienten anschaulich dargestellt werden. Ein Ausdruck des Zahnbogens zeigt dem Patienten genau, an welchem Zahn Mängel festgestellt wurden und wo er bei der täglichen Pflege besondere Sorgfalt walten lassen muss.

Beate Birkner

info[at]bb-internetseiten.de

 
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  26.06.2007
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