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Erste Maßnahmen, wenn ein Zahn abgebrochen ist

Nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern auch im Alltag kann es schnell passieren, dass ein Zahn abbricht. In diesem Fall bietet die Zahnmedizin verschiedene Ansätze, um das Gebiss wiederherzustellen.

zahn abgebrochen
© Sandor Kacso - Fotolia.com
Zu der häufigsten Ursache für abgebrochene Zähne gehören Unfälle, bei denen der Betroffene entweder zu stark auf harte Lebensmittel gebissen hat oder aber mit seinen Zähnen gegen etwas in seiner Umgebung gestoßen ist. Diese mechanische Einwirkung auf das empfindliche Gebiss hat zur Folge, dass ein Teil abbricht. Dadurch liegt der mit feinen Nerven durchzogene Zahnhals offen, was in der Regel starke Schmerzen verursacht. Doch nicht nur allein aus diesem Grund ist der unverzügliche Besuch eines Arztes angebracht. Wenn das abgebrochene Stück groß genug ist und in kalter Milch gelagert zur Praxis gebracht wird, kann es gegebenenfalls wieder an die fehlende Stelle im Mund eingebracht werden. Wird die Zahnecke hingegen an der Luft aufbewahrt, droht sie schnell abzusterben. Außerhalb der Öffnungszeiten und an den Wochenenden ist ein zahnärztlicher Notdienst verfügbar, sodass mit der Behandlung nicht erst einige Tage abgewartet werden sollte.

Dem Zahnarzt stehen neben der Wiederverwendung des Bruchstückes noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, die geschädigte Ästhetik und Funktionsfähigkeit des betroffenen Zahnes zu behandeln. Bei kleineren Frakturen des Zahnes, bei denen nur eine Ecke betroffen ist, wird häufig ein Füllmaterial verwendet. Bei dieser sogenannten Kompositfüllung wird eine knetartige Masse auf die Fehlstelle aufgetragen und zur ursprünglichen Form des Zahnes ausgearbeitet. Dieses Material wird vorher in der passenden Farbe des Gebisses ausgewählt, sodass die Reparatur nach der Aushärtung durch eine spezielle Lampe nicht mehr sichtbar ist. Eine weitere Maßnahme ist die Abdeckung des Stumpfes mit einer Krone, wie sie auch bei anderen Schädigungen des Zahnes verwendet wird. Diese werden in der Regel aus Keramik oder auch Legierungen aus Metall gefertigt und an die jeweilige Stelle im Gebiss angepasst. Für die Ausbesserung der sichtbaren Frontzähne kommen darüber hinaus oft auch Veneers zum Einsatz, die auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Diese lichtdurchscheinenden Keramikplättchen können auch Fehlstellungen und starke Verfärbungen abdecken und so das gesamte Erscheinungsbild des Mundes verbessern. Für solch einen Veneer sind allerdings hohe Kosten um die 500 Euro pro Zahn zu berücksichtigen, die von der Krankenkasse häufig nicht übernommen werden.

Ist der Zahn sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden oder wurde auf eine unverzügliche Behandlung durch einen Zahnarzt verzichtet, besteht die Gefahr, dass der Nerv beschädigt wurde. In diesem Fall wird eine Wurzelbehandlung meist die unverzichtbare Operation darstellen, um weitere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Bei dem Eingriff wird der Nerv bis zur Wurzel hin entfernt und der Zahn im Inneren gesäubert und mit einem Füllmaterial versehen. Um im Ernstfall eine gute Therapie zu erhalten, kann der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein, um die hohen Kosten nicht in vollem Umfang selbst tragen zu müssen.

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