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Abgebrochener Zahn - Oft kann der Zahn gerettet werden

Führt ein Zahnunfall dazu, dass ein Stück vom Zahn abbricht, so muss dieser nur in den seltensten Fällen komplett entfernt werden. Die Behandlung ist abhängig von den betroffenen Schichten.

Ein abgebrochener Zahn kann gerettet werden
© aragami - Fotolia.com
Bei Zahnunfällen kann es häufig zu einer Fraktur kommen. Vor allem der Oberkiefer ist häufig davon betroffen. Abgebrochene Zähne sind schmerzhaft und können Folgeschäden nach sich ziehen. Aus diesem Grund muss ein Zahnunfall immer direkt der Versicherung gemeldet werden. Nur so kann der Geschädigte sichergehen, dass die nachfolgenden Behandlungskosten auch übernommen werden. Bei einem abgebrochenen Zahn kann es zu verschiedenen Verletzungen kommen. Die Frakturen werden daher unterschiedlich beschrieben.

Bei der einfachen Schmelzfraktur ist nur die äußere Schicht der Zähne betroffen. Wenn die Untersuchung durch den Dentisten ergibt, dass das Zahnmark, auch Pulpa genannt, nicht beschädigt wurde, so werden diese Frakturen durch einen Kompositaufbau und eine anschließende Polierung der Zahnoberfläche behandelt. Die einfache Schmelzfraktur ist nur leicht bis gar nicht schmerzhaft. Bei einer Schmelz-Dentin-Fraktur ohne eine Beteiligung des Zahnmarks sind der Zahnschmelz und das Dentin durch den Zahnunfall verletzt worden. Diese Zahnhartsubstanzen können ebenfalls durch Kompositaufbauten ausgeglichen werden. Auch ein Veneer kann hier Abhilfe schaffen. Ist jedoch die Pulpa mit betroffen, so muss eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden. Der Zahn wird dann durch eine Krone ersetzt.

Ist durch den abgebrochenen Zahn eine Wurzelfraktur entstanden, muss der Zahn in 90 % der Fälle extrahiert werden. Die entstehende Lücke wird mit einem künstlichen Implantat gefüllt. Bei den restlichen 10 % kann der Zahn durch Wurzelbehandlung und Überkronung gerettet werden. Die Wurzelbehandlung erfolgt unter einer lokalen Anästhesie. Die betroffene Wurzel wird dann mit einem Bohrer geöffnet. Anschließend erfolgen Entfernung des betroffenen Gewebes und eine Desinfektion der Kanäle. Nach der Desinfektion werden die Kanäle aufgefüllt mit Antibiotikum, damit die Entzündung abheilt. Solange das Antibiotikum wirken muss, wird der Zahn mit einer Übergangsfüllung ausgefüllt. Vier Wochen später wird dann die Kronenverankerung befestigt.

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