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Berufliche Erwachsenenbildung: die Notwendigkeit des Lernens!

Auch wer bereits gut ausgebildet ist sollte, sollte sich vor Augen führen, wie wichtig berufliche Erwachsenenbildung ist. Denn die Konkurrenz schläft nicht und auch der internationale Wettbewerb spielt eine immer größere Rolle.

Wissen ist wohl der bedeutendste Standortfaktor in den westlichen Industrieländern, so dass etwa der Europäische Rat in der Lissabon-Strategie im März 2000 festgelegt hat, Europas Wettbewerbsfähigkeit und Dynamik als wissensbasierter Wettbewerbsraum deutlich zu pushen. Denn internationaler Wettbewerb, Technisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt und mit diesen veränderten Rahmenbedingungen einhergehendes selbst organisiertes und selbst gesteuertes Lernen machen Flexibilität von Beschäftigten und Unternehmen unabdingbar. In der beruflichen Erstausbildung erworbenes Wissen wird in der Regel nur noch als grundlegend für den beruflichen Einstieg angesehen und ist für das gesamte Berufsleben nicht ausreichend. Berufliche Erwachsenenbildung bzw. Weiterbildung wird da zu Muss und ermöglicht es, berufliche Fähigkeiten und berufliches Wissen anzupassen und zu erweitern. In einigen Berufssparten wie beispielsweise dem Therapiebereich ist berufliche Erwachsenenbildung fest etabliert und die Arbeit als Therapeut/in an Weiterbildungsmaßnahmen gebunden. Doch welche Möglichkeiten gibt es eigentlich und was genau bringt einem das Lernen neben dem Beruf?

Grundsätzlich stärkt berufliche Erwachsenenbildung die Konkurrenzfähigkeit von Weiterbildungsteilnehmern gegenüber anderen, und insbesondere für Arbeitslose und Frauen nach der Babypause bieten sich viele Vorteile, um den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Berufliche Erwachsenenbildung führt zum Erwerb von Zusatzqualifikationen angepasst an die individuelle Situation und die spezifische Berufssparte. Dabei finden Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen immer handlungsorientiert statt. D.h. man realisiert einen starken Handlungsbezug, der berufstypische Erfahrungen und persönliche Erwartungen sowie die Ziele der Lernenden mit einbezieht. „Selbstgesteuertes Lernen“ prägt heutzutage den Charakter der Erwachsenenbildung und verlangt und erlaubt dem Weiterbildungsteilnehmer eigenständiges Handeln bezüglich der Lernziele. Elementare Weiterbildungsmethoden sind Coaching, handlungsorientierter Unterricht, Planspiel, Projektarbeit, Zukunftswerkstatt und Lernen durch Lehren.

Berufliche Erwachsenenbildung wird sowohl von öffentlichen als auch privaten Einrichtungen angeboten. Im öffentlichen Bereich ist berufliche Erwachsenenbildung demnach bei Familienbildungsstätten, gewerkschaftlichen und kirchlichen Einrichtungen, Bildungszentren der Kammern, zu nennen wäre hier beispielsweise die Industrie- und Handelskammer, und an Volkshochschulen denkbar. Es gibt aber auch private Bildungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen in Betrieben die Weiterbildung anbieten. All diejenigen, die das Abitur nachholen möchten, können dies an Abendgymnasien, am Tage an einem Kolleg oder aber per Fernunterricht erwerben. Die Möglichkeiten sind vielfältig!

von Maximilian Hambruch   12.03.2008
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