Berufliche Fortbildung
Ökonomische und technische Entwicklungen machen heute vor keiner Branche mehr halt. B... mehr
Bei einer betrieblichen Fortbildung investieren Betriebe in die Bildung ihrer Mitarbeiter. Sie sichern damit nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, sondern erreichen damit natürlich auch eine Steigerung des Qualifizierungsgrades des jeweiligen Mitarbeiters. Betriebliche Fortbildung ist in Zeiten steten Wandels von enormer Bedeutung und unabdingbar für den Erfolg von Unternehmen. Doch die Umsetzung dieser weist in Deutschland erhebliche Mängel auf und äußert sich in der Verbreitung betrieblicher Fortbildung, die gering ist. Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland mit nur 25,3% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Jahr 2006 an einer vom Arbeitgeber organisierten Fortbildungsmaßnahme teilgenommen haben, deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 30,0%, der ohnehin schon gering ist. Deutlich höhere Werte liegen für die Schweiz (45,4%), Norwegen (43%) und Großbritannien (38,3%) vor. Hinzu kommt, dass sich betriebliche Fortbildung in der Regel primär an schon vorab gut ausgebildeten Arbeitskräften richtet. Für das Jahr 2003 ist eine Teilnehmerquote von Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss an beruflicher Fortbildung von nur 18% bekannt. Vergleichsweise hoch liegt der Anteil der Fortbildungsteilnehmer mit Hochschulabschluss, nämlich bei 59%.

In der betrieblichen Qualifizierungspolitik stellt insbesondere der Zeitfaktor ein zentrales Problem dar, so dass sich Betriebe häufig mit der Frage konfrontiert sehen, woher Zeit für betriebliche Fortbildung genommen werden soll. Mit einem neuen Instrument zur Umsetzung und Erhöhung betrieblicher Qualifizierung begegnet die IG Metal diesem Problem. Sie entwickelte das sogenannte JobRotation-Konzept. Der Grundgedanke dieses Instruments zur Unterstützung betrieblicher Qualifizierungsmaßnahmen ist es, im Betrieb beschäftigten Mitarbeitern die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen zu ermöglichen, während Arbeitslose deren Abwesenheit durch ihr Einspringen ausgleichen, um Ausfallzeiten zu vermeiden. Der besondere Vorteil dieses Instruments liegt sicherlich in der Verknüpfung von qualifikations- und arbeitsmarktpolitischen Zielsetzungen. Aus der Arbeitsmarktpolitischen Perspektive bietet das JobRotation-Modell Arbeitslosen eine zumindest zeitlich befristete praktische Tätigkeit im Unternehmen und somit einen Nachweis über aktuelle Berufspraxis. Qualifikationspolitisch erreicht das Instrument die Fortbildungsteilnahme für Beschäftigte und somit die Verbesserung der Einsatzfähigkeit im Unternehmen oder aber auf dem externen Arbeitsmarkt. Und auch das Unternehmen zieht einen positiven Nutzen, denn für dieses ergibt sich eine Qualifikationsentwicklung und somit eine Steigerung der Innovationskraft ohne dafür einen Arbeitskräfteausfall in Kauf nehmen zu müssen.
Maximilian Hambruch
Ökonomische und technische Entwicklungen machen heute vor keiner Branche mehr halt. B... mehr
Bei vielen Arbeitsverhältnissen gibt es für den Arbeitnehmer eine gesetzlich geregelt... mehr
Ein technischer Kaufmann besitzt eine allgemeine kaufmännische Ausbildung und hat sic... mehr
Kommentare