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Diese können in dafür vorgesehenen Einrichtungen wie etwa der Volkshochschule, Kollegen, Einrichtungen der Kirchen, Gewerkschaften, Parteien oder der Wirtschaft geschehen, aber auch in eigeninitiierter Form. Erwachsenenbildung ist somit als Weiterbildung zu verstehen, die die ständige Fortsetzung von Ausbildung und Qualifizierung, insbesondere unter dem Aspekt der qualifizierten Aufstiegsfortbildung, vorsieht.
Die Entwicklung der Erwachsenenbildung ist durch zwei wesentliche Prozesse gekennzeichnet, nämlich zum einen durch den Wandel von der organisierten und institutionalisierten zur informellen Bildungsform und zum anderen vom Wissenstransfer hin zum Fähigkeitserwerb. Letzteres bedeutet demnach eine Abkehr von der bloßen Wissensvermittlung und vielmehr der Erwerb umfassender Kompetenzen, die dem entsprechend auch Problemlösungs- und Orientierungsfähigkeiten mit einschließen.

Bezüglich des Wandels hin zur informellen Erwachsenenbildung ist die immer deutlicher werdende Dominanz „weicher“ Formen der Erwachsenenbildung sichtbar. Diese ist weniger formalisiert, eröffnet aber speziell im Hinblick auf das Konzept des selbstgesteuerten Lernens den Wandel der Bildungsform von der institutionellen auf die teilnehmerorientierte Perspektive. Insbesondere in der beruflichen Weiterbildung Erwachsener, die traditionell dem Konzept des organisierten Lernens zuzurechnen ist, ist das Interesse von Beschäftigten an informeller berufsbezogener Weiterbildung in den vergangenen Jahren eklatant angestiegen. Als informelle berufliche Weiterbildung sind hier etwa das Lesen berufsbezogener Fach- und Sachbücher bzw. –zeitschriften, selbstgesteuertes Lernen mit Medien, das Selbstlernen durch Beobachten und Ausprobieren oder Anweisungen, der Besuch von Fachmessen und Kongressen und Anlernen durch Kollegen zu verstehen. Eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahre 1999 macht die Pluralität von Zugängen informeller Weiterbildung Erwachsener signifikant deutlich. So ist beispielsweise der Anteil an informeller Erwachsenenbildung in Form von Lesen berufsbezogener Fach- und Sachliteratur von 33% im Jahre 1994 auf 52% im Jahre 1997 angestiegen.
Eine noch deutlichere Steigerung hat das Selbstlernen durch Beobachten und Ausprobieren erfahren. Hier stieg der Anteil von 23 auf 50%. Daraus ist abzulesen, dass die Grenze zwischen Lernen und Arbeiten, zwischen institutionalisierter und informeller Erwachsenenbildung einen fließenden Charakter annimmt. Arbeiten, Lernen und Freizeit vermischen sich.
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