VDSL – das schnelle Internet von morgen schon heute
Mit VDSL wird eine höhere Datenleistung erreicht, als mit normalem DSL. Vorallem Gamer und Filmeliebhaber profitieren von der schnellen Geschwindigkeit

Den meisten Lesern wird wahrscheinlich die Abkürzung „DSL“ als Synonym für schnelle und günstige Internetzugänge geläufig sein. Beim neueren „VDSL“ handelt es sich schlicht um eine verbesserte DSL-Variante, die statt nur 16 Mbit Downloadrate eine Leistung von 50-100 Mbit/s verspricht. Der heute genutzte VDSL-Standard ist noch recht jung und wurde erst im Jahre 2006 durch die ITU unter der Richtlinie G.993.2 verabschiedet.
VDSL - Unterschiede zu DSL und der VDSL-Ausbau
Neben zahlreichen technischen Details die verbessert wurden, liegt einer der Hauptunterschiede von VDSL gegenüber DSL im Übertragungsmedium. Es kommen nämlich vorrangig Glasfaserleitungen zum Einsatz. Je nach Ausbauart ausschließlich oder nur zum Teil. Im letzteren Fall spricht man von einem hybriden Netz. Aus Kostengründen wird meist leider nur die Strecke bis zum Hauptverteiler mit Fibre-Optik-Kabeln ausgebaut. Für den letzten Abschnitt bis zum Endkunden werden, wie bei DSL, die Kupferdoppeladerkabel des Telefonnetzes verwendet. Durch die Dämpfungseigenschaften der Kupferkabel fällt mit jedem Meter die maximale Übertragungsrate, die beim Kunden übrig bleibt. Ideal wäre also der Ausbau mit Glasfaser bis zum Kunden selbst. Hier spricht man von „Fibre to the home“ (FTTH) – also Glasfaser bis zum Haus. Dann sind Downloadraten von 100 Mbit/s oder mehr realisierbar. Umgesetzt wird FTTH allerding vorrangig nur in Neubausiedlungen.

6, 50 oder 100 Mbit – wie viel Bandbreite braucht man wirklich?
Bis vor etwa 3 Jahren war die Wahl der Geschwindigkeit des Internetanschlusses beschränkt auf eine Bandbreite von ca. 1-16 Mbit/s. Heute buhlen immer mehr Anbieter und Breitbandtechniken mit Downloadratewerten von 30, 50, 100 oder noch mehr Mbit/s (Megabit pro Sekunde) um die Gunst der Kunden. Zwangsläufig fragt man sich, wie viel darf und sollte es denn nun sein?
Für Standardaufgaben, wie E-Mail, chatten oder surfen auf Newsseiten reichen Internetanschlüsse mit bis zu 6 Mbit völlig aus. Doch immer bessere und leistungshungrigere Angebote im Internet verlangen nach stetig mehr Leistung. Waren z.B. die meisten Youtube-Clips zu Anfang noch von sehr niedriger Qualität, gibt es immer mehr Clips im hochauflösenden HDTV. Hier sollten es schon mindestens 10-16 Mbit/s sein. Auch das moderne Digitalfernsehen über den Internetanschluss (IPTV) verlangt nach besonders rasanten Zugängen. Neben Kabel und Satellit, gewinnt diese Form des Fernsehempfangs weltweit rasch an Nutzern. Die Telekom (in Deutschland führender Anbieter) zählte zu Jahresanfang 2010 bereits über 1 Million IPTV-Kunden.
Fazit: Mit steigender Leistungsfähigkeit der Internetflatrates, wird es auch mehr innovative Angebote im Internet geben. Wer also für die nächsten Jahre einen zukunftssicheren Anschluss haben möchte, sollte sich im Bereich von 25-50 Mbit/s orientieren. Die Preise unterscheiden sich zudem nur noch marginal zu langsameren DSL-Anschlüssen.
Verfügbarkeit von VDSL
Wenn Sie sich für einen VDSL-Anschluss entschieden haben, sollte vor der Bestellung oder einem etwaigen Tarifvergleich die Prüfung der Verfügbarkeit stehen. Denn noch ist die VDSL-Technik leider bei weitem noch nicht überall ausgebaut. Der Hauptteil des VDSL-Netzes wird von der Deutschen Telekom in gut 50 Städten Deutschlands gestellt. Bundesweit haben so zirka 1/3 der Haushalte Zugriff auf das moderne Breitbandinternet. In den nächsten Jahren erfolgt kontinuierlich der Ausbau.
vdsl-tarifvergleich.de: 
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