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Gebrauchte Monitore - verkaufen oder verschrotten?

Wer vor 15 Jahren einen 20-Zoll-Bildschirm kaufen wollte, musste viel Geld ausgeben und ein schweres Gerät schleppen. Heute sind Großmonitore leicht und preiswert. Gebrauchte Monitore spielen eine untergeordnete Rolle.

Winzige Bildschirme bei privaten Anwendungen, meist auch im Büro und nur in Grafik- und Architekturbüros Großbildschirme, die sehr schwer waren und auf besonders soliden Tischen stehen mussten: Oft war der Bildschirm teurer als der Computer. Als die Flachbildschirme aufkamen - und zunächst ein Statussymbol in jeder modernen Firma, bald auch privat waren - kosteten diese etwa genau so viel wie ein gut ausgestatteter Computer. Inzwischen sind Flachbildschirme Standard. In Windeseile vollziehen sich die technischen Innovationen, gebrauchte Monitore sind - wie auch gebrauchte Computer - kein Verkaufsschlager.

Wer einen gebrauchten Monitor hat, dem sei ein Blick in eine der zahlreichen Computer-Verkaufsbörsen empfohlen. Es mag für Bastler und historisch Interessierte faszinierend sein, die alten Geräte aufgelistet zu sehen, nennenswerte Preise werden jedoch nicht erzielt, das Angebot ist einfach zu groß. Da ist es besser, man entsorgt einen gebrauchten Monitor im kommunalen Recyclinghof. Dort werden die Geräte gesammelt, zu einem Nordseehafen gefahren, mit dem Schiff nach Indien gebracht und dort verkauft, soweit noch betriebsbereit. Ist auch das nicht mehr der Fall, beschäftigen sich in Indien Menschen damit, Wertstoffe aus den Geräten zu gewinnen, zum Beispiel Kupfer.

Wem das alles nicht geheuer ist, sollte prüfen, ob in der Nachbarschaft oder in einer sozialen Einrichtung in der Nähe Bedarf besteht, gebrauchte Monitore zu übernehmen. Auch eine kostenlose Kleinanzeige in einer Wochenzeitung kann dazu führen, dass man einen Interessenten findet, der das Gerät gerne noch weiter nutzen möchte. Auf dem Trödelmarkt oder auf einem Elektronik-Markt wird man ebenfalls schnell einen neuen Nutzer für den alten Monitor finden. Hoffung auf einen großen Ertrag sollte man dabei aber nicht haben. Monitore sind Massenartikel, die einem schnellen technologischen Wandel unterzogen sind. An ihrer Größe und ihrem Design kann man erkennen, wie alt sie sind. Die Ladenverkaufspreise für neue Monitore sind so niedrig, dass man von einem Markt für gebrauchte Monitore kaum sprechen kann. Da man auch Computer nach zwei bis drei Jahren austauscht, sollte man sich überlegen, ob man zu Hause oder im Büro nicht ein kleines Netzwerk einrichtet und so die Geräte weiter nutzt. Von älteren Monitoren sollte man sich ohnehin trennen, da die neueren Geräte strahlungsarm sind und durch hohe Brillanz die Augen schonen.

von Johanna Fuchs
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