Trennkost Diät: Nie mehr Pommes und Schnitzel!
Vor etwa 100 Jahren stellte der amerikanische Arzt Dr. William Hay aufgrund einer schweren Erkrankung seine Ernährung um und trennte dabei Kohlehydrate- und Eiweißquellen. Somit war die Trennkost Diät geschaffen. Auch wenn Wissenschaftler nach eingehenden

Eine unheilbar scheinende Nierenentzündung veranlasste den Amerikaner Dr. William Hay 1907 zur Zusammenstellung einer Diät,
die ihn nach eigenen Angaben binnen drei Monate genesen ließ. Für ihn wie für viele seiner Patienten ebnete sich dadurch ein neuer Lebensweg, denn von nun an wurden nicht mehr Symptome bekämpft, sondern Krankheitsursachen.
Die Diät entwickelte Hay vor dem Hintergrund einer fehlenden Ausgewogenheit zwischen Säuren und Basen. Er nahm an, dass eine
zu hohe Produktion von Säuren im Körper einen Ausgleich durch die körpereigene Basenreserve verhindert, der Körper demnach aus dem Gleichgewicht gerät und erkrankt. Als Ursachen hierfür sah Hay den Genuss von Fleisch, Weißmehl und Zucker. Aus diesem Grunde empfahl er seinen Patienten neben einer ausreichenden Menge an Ruhe, körperlicher Anstrengung und frischer Luft vor allem eine entsprechende Ernährung mit naturnahen und möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln. Die Ernährung sollte so umgestellt werden, dass

sie aus 20 Prozent Säurebildern wie Käse, Eiern Fleisch und Fisch sowie aus 80 Prozent Basenbildern wie Obst und Gemüse, Pilzen und Kartoffeln besteht.
Zudem vertrat Hay die Meinung, dass Eiweiße und Kohlehydrate gemeinsam nur unzureichend verdaut werden können. Eiweiße benötigen ihm zufolge Säuren, Kohlehydrate hingegen Basen, um eine Störung im
Darm in Form von gärenden Schlacken zu vermeiden. Diese würden dann zusätzliche Säuren bilden und die Gesundheit gefährden.
Er unterteilte Lebensmittel der Trennkost Diät
entsprechend in drei Gruppen:
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style='font-family:ArialMT;mso-bidi-font-family:ArialMT'>Neutrale
Lebensmittel
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style='font-family:ArialMT;mso-bidi-font-family:ArialMT'>Salate, Avocados,
Gemüse, Melonen, Heidelbeeren, Fette, wie beispielsweise Öle, wenige
Milchprodukte mit mindestens 60% Fett, Erdnüsse (zählen zu den
Hülsenfrüchten) und Pilze
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style='font-family:ArialMT;mso-bidi-font-family:ArialMT'>Eiweißgruppe
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style='font-family:ArialMT;mso-bidi-font-family:ArialMT'>Käse, Frischkäse,
Sauermilchprodukte wie Joghurt und Quark, Milchprodukte mit einem Fettgehalt
von weniger als 50%, Fisch (auch Meeresfrüchte), Fleisch, Eier, die meisten
Früchte und Nüsse
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style='font-family:ArialMT;mso-bidi-font-family:ArialMT'>Kohlehydratgruppe
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style='font-family:ArialMT;mso-bidi-font-family:ArialMT'>Kartoffeln, Reis,
Nudeln, Bananen, Brot und Kuchen aller Art, wie beispielsweise Schwarzbrot,
Roggen-, Weiß- und Knäckebrot und Süßungsmittel wie Honig, weißer und brauner
Zucker sowie Ahornsirup
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Aufgrund der Tatsache, dass Hülsenfrüchte sowohl Kohlehydrate als auch Eiweiße enthalten, hielt er sie als Lebensmittel ungeeignet. Neben der Eiweißgruppe, die aus Säurebildern besteht und zu 20
Prozent in die Ernährung einfließen soll, und der Kohlehydratgruppe, die aus Basenbildern besteht und zu 80 Prozent bei der Ernährung Berücksichtigung finden soll, gibt es die Gruppe neutraler Lebensmittel. Diese kann mit beiden Gruppen kombiniert werden, jedoch niemals die Eiweiß- mit der Kohlehydratgruppe. Wiener Schnitzel mit Pommers wird somit vom Speiseplan gestrichen und die Salamipizza durch Gemüsepizza ersetzt. Die „richtige“ Zusammenstellung dieser Lebensmittel soll nach Hay demnach der Übersäuerung des Körpers vorbeugen.
Obwohl Hay an einer schweren Nierenkrankheit litt, die er durch die Trennkost Diät überwinden konnte, indem er durch sie seinen
Harnsäurespiegel senke, übertrug er seine Ernährungsempfehlungen auf alle Menschen.
Heute ist Hays Theorie völlig überholt. Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass Eiweiße und Kohlehydrate optimal zusammen verdaut werden können. Das wohl beste Beispiel hierfür ist die Muttermilch, die beide Komponenten beinhaltet.

Kommentare
reblek [Gast]
Eiweißgruppe = Säurebildner, mit "n" hinter dem "d".
Nicht "Pommers", sondern Pommes.