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Ernährung bei Neurodermitis – lecker und gesund

Eine pauschal wirksame Diät für Neurodermitiker gibt es nicht. Jeder Mensch reagiert anders. Mit einigen Regeln zur Ernährung bei Neurodermitis lassen sich die Symptome jedoch erheblich lindern.

Neurodermitis breitet sich weltweit immer mehr aus. Neben Umweltschadstoffen und psychischen Faktoren machen den Betroffenen vor allem Lebensmittelunverträglichkeiten zu schaffen. Die häufigsten Auslöser von Neurodermitis-Schüben sind dabei Kuhmilch, Hühnerei und Nüsse sowie das Weizenprotein Gluten. Diese sind bereits bei Kindern nachweisbar. Bei Erwachsenen kommen oft zusätzlich Zitrusfrüchte, Fisch sowie künstliche Zusatz- oder Farbstoffe hinzu.

Wer diese Lebensmittel konsequent meidet, reduziert das Risiko für eine Verschlechterung seines Krankheitsbildes. Nach dem Verzehr ist es in der Regel zu spät, um noch einzugreifen. Ernährungswissenschaftler empfehlen daher, ein Tagebuch über die Nahrung und die jeweiligen körperliche Reaktionen zu führen. Nur so lassen sich die Allergene exakt identfizieren.

Wichtig: Je präziser Sie ihr persönliches allergenes Potential kennen, desto weniger müssen Sie sich in der Ernährung bei Neurodermitis einschränken. Einen weitern Hinweis geben die eventuell auftretenden Begleitallergien.

Wenn die Neurodermitis gemeinsam mit einer Kuhmilchallergie auftritt, können kalziumreiche Lebensmittel wie Spinat, Vollkornprodukte oder Kohl den Bedarf an diesem wichtigen Mineralstoff decken. Auch Hühnerei, das in vielen anderen Produkten vorkommt, lässt sich durch Ei-Ersatzpulver oder verschiedene pflanzliche Bindemittel ersetzen. 

Wer empfindlich auf Zitrusfrüchte reagiert, sollte zusätzlich alle Säfte und Limonaden meiden, die Zitrone enthalten. Außerdem ruft bei einigen Personen der Zusatzstoff E330-333 eine Reaktion hervor, der in Marmeladen oder anderen Speisen als Säureregulator eingesetzt wird. Als Ausgleich für jodhaltigen Fisch können Sie Spinat, Champignons oder Broccoli verzehren und gezielt mit Jodsalz würzen.
Mit einer Umstellung der Ernährung bei Neurodermitis klingen oft die Hauterscheinungen und der quälende Juckreiz ab. Neben den typischen allergieauslösenden Stoffen stellen jedoch auch Lebensmittel, die die Durchblutung der Haut fördern, ein gewisses Risiko dar. Dazu zählen scharfe Gewürze, Kaffee und Alkohol.

von Inga Zimmermann   15.10.2008
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Kommentare

Bisherige Kommentare: 1
Autor:

Bruder Joseph [Gast]

Sicherlich ist es gut, bei Unverträglichkeiten auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten. Aber wie heißt es so schön: Vor jeder guten Therapie hat der liebe Gott die richtige Diagnose gestellt.

So auch hier. Einfach auf Verdacht die Lebensqualität von anderen Menschen insbesondere von Kindern durch eine rigorose Diäteinzuschränken, halte ich für unverantwortbar. Ein gutes Labor kann ohne Schwierigkeiten im Stuhl anhand von Antikörpern feststellen, ob Gluten vertragen wird....

Also vor jedem Handeln erst einmal nachdenken....

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